ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Kupfer-Pfennig für die Lausitz?

Weißwasser/Spremberg. Mit einem symbolischen „Kupferpfennig“ soll ein Teil des Gewinnes des künftigen Kupferbergbaus der Region zugutekommen. Nach Spremberg fordert nun auch Weißwasser dafür eine Stiftung. Aus einem Bürgerforum in Weißwasser hatte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) am Montagabend diese Idee an Vertreter der KGHM Cuprum und der Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL) herangetragen. Von Gabi Nitscheund Simone Wendler

Vertreter beider Unternehmen, die in der Lausitz zwischen Spremberg (Spree-Neiße) und Schleife (Görlitz) zurzeit Kupferlagerstätten erkunden, zeigten sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen. Voraussetzung sei jedoch, dass Kupfer tatsächlich abgebaut werde, so Monika Hardygoda von der KGHM und Thomas Lautsch von KSL. Weißwassers OB Pötzsch sieht in einer Stiftung die Möglichkeit, "Projekte zu bezahlen, die die Lebensqualität der Menschen erhöhen und dem Allgemeinwohl dienen".

Ähnliche Vorstellungen gibt es in Spremberg schon seit Sommer 2010. Die Stadtverordneten sind sich im Grundsatz einig, dass eine solche Kupferstiftung gegründet werden soll, sobald der Start für den Bergwerksbetrieb in greifbare Nähe rückt. Ein konkreter Stadtverordnetenbeschluss dazu wurde deshalb im vorigen Sommer zurückgestellt. "Ich halte die Stiftung für eine gute Idee, weil sie langfristig Leistungen für die Allgemeinheit ermöglicht", sagt Sprembergs stellvertretende Bürgermeisterin Christina Schönherr (parteilos). Eine Stiftung sei nicht von Schwankungen der Gewerbesteuern abhängig und könnte gleichmäßige Zahlungen für soziale und kulturelle Zwecke erbringen.