Dabei fehlten mit dem Albertinum und dem Mathematisch-Physikalischen Salon, die momentan saniert werden, zwei wichtige Anziehungspunkte. Aber auch im Ausland zeigte Sachsen seine Schätze. Zu Ausstellungen in St. Petersburg, Madrid, Los Angeles oder Peking kamen mehr als 400 000 Zuschauer. Damit seien die Sammlungen ihrer Funktion als Botschafter für Sachsen und Deutschland nachgekommen, sagte die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD). Osmanische KostbarkeitenDer Generaldirektor der SKD, Martin Roth, stellte gemeinsam mit Kollegen aus den einzelnen Museen die großen Vorhaben dieses Jahres vor. Im Mittelpunkt steht im Dezember die Eröffnung der "Türckischen Cammer", eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Waffen, Reitzeuge, Kostüme und Zelte aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Mit Restitutionsansprüchen müssen die Dresdner diesmal nicht rechnen: Alle Exponate, darunter reich mit Gold und Edelsteinen verzierte Kunstwerke aus Istanbuler Hofwerkstätten, wurden von den sächsischen Kurfürsten seinerseits käuflich erworben. Viele Objekte sind erstmals seit fast 70 Jahren wieder öffentlich zu sehen. Vom 20. Mai bis 27. September wird im Japanischen Palais die Schau "Verwandelte Götter - Die antiken Skulpturen des Museo del Prado zu Gast in Dresden" präsentiert. Sie befand sich in den vergangenen Monaten in etwas abgewandelter Form in Madrid. In Kooperation mit der Alten Nationalgalerie Berlin entsteht die Exposition "Carl Gustav Carus. Natur und Idee", die dem Arzt, Naturwissenschaftler und Künstler gewidmet ist. Vom 26. Juni an ist sie für knapp drei Monate im Dresdner Residenzschloss, danach in der Alten Nationalgalerie. Die Königlichen Dänischen Sammlungen Schloss Rosenborg sind Partner beim Projekt "Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark - Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)". Zuschuss erhöhtSachsen hat in diesem Jahr den Zuschuss für die SKD um zwei Millionen Euro auf 11,8 Millionen Euro erhöht, zusätzlich gibt es noch weitere sechs Millionen Euro für den Umbau des Albertinums. Es soll im Juni 2010 als Haus der Moderne wiedereröffnet werden. 2010 wird es im Japanischen Palais auch die Schau "450 Jahre Kunstsammlungen Dresden" geben. Gemeinsam mit den Staatlichen Museen Berlin und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen präsentieren sich die Dresdner zudem ein halbes Jahr lang mit "Kunst der Aufklärung" im Nationalmuseum Peking. Dem 300. Geburtstag der Porzellan-Manufaktur Meissen ist eine Ausstellung im Japanischen Palais der Elbestadt gewidmet. dpa/mb