Davon entfielen mehr als 555 000 Euro auf Broschüren, rund 9000 Euro auf Anzeigen in Zeitungen und Online-Medien sowie rund 86 000 Euro auf Internet- und Social-Media-Auftritte.

Für Verblüffung bei den CDU-Abgeordneten sorgte die Antwort auf die Frage "Wie hoch waren die Ausgaben der Landesregierung für Messeauftritte?" Als Antwort erhielten die Politiker nur die Summe von 45 622,31 Euro. Dabei ist allein die Beteiligung des Landes an der "Internationalen Grünen Woche" in Berlin mit einem Titel in Höhe von rund 800 000 Euro im Haushalt verzeichnet. Und in der Antwort auf die Frage, welche Kosten der Regierung für die 2016 durchgeführten Veranstaltungen entstanden sind, schlägt die Grüne Woche lediglich mit zwei Beiträgen in Höhe von 9,90 Euro und 49,39 Euro zu Buche. Nach Auskunft des Vize-Pressesprechers im Landwirtschaftsministerium, Hans-Joachim Wersin-Sielaff, handele es sich dabei um die Kosten für ein Stück Kunstrasen für den Messestand des Landes sowie das Catering bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Veranstaltung. "Die Grüne Woche dient der Öffentlichkeitsarbeit, nämlich der Vermarktung des Landes und seiner Produkte", sagte Redmann der RUNDSCHAU. "Dass man ein Stück Kunstrasen der Öffentlichkeitsarbeit zuordnet, den Rest der Messe aber nicht, erschließt sich mir nicht." Die CDU werde noch einmal nachfragen - zumal im Haushalt des Landes für die Grüne Woche Mittel in erheblichem Umfang eingestellt seien.