Anhand von Plakaten und einem neuen Logo sollten Verbraucher erkennen, wo deutsche Handwerkskunst angeboten werde. Diese Aktion könne auch auf andere Branchen ausgedehnt werden.
Nach Müllers Angaben will ein niedersächsisches Unternehmen in Seiffen eine Musterfertigung von erzgebirgischen Holzkunsterzeugnissen aufbauen. Diese sollen dann in China in Serie hergestellt und auch im Erzgebirge verkauft werden. Dadurch befürchteten die einheimischen Produzenten den Verlust eines 400 Jahre alten Branchen-Know-hows und zahlreicher Arbeitsplätze, sagte Müller. Die Kampagne werde vom Verband der Kunsthandwerker und Spielzeughersteller ebenso wie von der Gemeinde und dem Tourismusverein Seiffen unterstützt.
Neben Prozessen wegen Nachahmung der markenrechtlich geschützten erzgebirgischen Holzkunst hatte es in jüngerer Vergangenheit auch Auseinandersetzungen innerhalb der Branche um den Begriff "echt Erzgebirge" gegeben, nachdem einzelne Hersteller aus Kostengründen teilweise in Tschechien produzieren ließen. (ddp/mb)