Außerschulische Partner bringen neue Perspektiven und spezielles Wissen mit in die Schule", sagt Kultusminister Steffen Flath (CDU).
Der Freistaat subventioniert diese Entwicklung. Rund 32 Millionen Euro stehen für 2006 in Fördertöpfe für Schuljugendarbeit, Ganztagsangebote und Schulart-übergreifende Programme bereit. Daraus können sich auch die Kunstprojekte bedienen. Für die Organisation ist jede Schule selbst verantwortlich.
"Wir sind angetreten zu beweisen, dass die Begegnung zwischen moderner Kunst und Jugendlichen erfolgreich verlaufen kann", sagt Christiane Mennicke von Kunsthaus Dresden. Diese würde oft als "schwierig" beschrieben. Vom Herbst an werden im Kunsthaus unter dem Titel "Walden3" acht Künstler mit den Jugendlichen Schuluniformen entwerfen, Musikclips drehen oder zeichnen. Ein isländischer Künstler will zusammen mit Kindern einen Raum gestalten, in dem diese Angst einflößende Dinge aus ihren Träumen arrangieren.
"Die Idee bringt beiden Seiten etwas", sagt Manuel Frey von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Der Nachwuchs erhalte Förderung, während die Künstler Anstöße für ihre Arbeit sammelten. Beim Projekt "kreative Spinner" der Stiftung Federkiel auf dem Gelände der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei erproben Kinder zwischen acht und 16 Jahren bildende Künste von Malerei bis Bildhauerei. Die Kulturstiftung fördert das Vorhaben mit 12 000 Euro.
Die Vielfalt der Projekte erweitert sich ständig. Die Bildhauerin Erika Harbort leitete zum Beispiel einen Steinmetz-Workshop im Glauchauer Schloss. Das Lessing-Gymnasium Hohenstein-Ernstthal bietet jeden Winter "Kunstwochen". Auch das Schiller-Gymnasium Bautzen plant die Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern. (dpa/mb)