Zur "Kundgebung gegen sächsische Verhältnisse" hatte das Bündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer" aufgerufen.

Redner kritisierten generell die Rechtsprechung der Gerichte im Freistaat zu den Blockaden. Diese gelten als Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und sind damit strafbar. Den Behörden gehe es darum, Menschen mit gegenteiligen Rechtsauffassungen mundtot zu machen und an ihrer Meinungsäußerung zu hindern.

Das ursprünglich geplante Blockadetraining war von der Stadt untersagt worden. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte das Verbot am Freitag bestätigt, da Blockaden rechter Versammlungen unzulässig und nicht durch das Grundgesetz geschützt sind. Die Stadtverwaltung hatte auch Rollenspiele und szenische Darstellungen untersagt, bei denen Menschen probeweise weggetragen werden.

"Die sächsischen Behörden sind auf dem rechten Auge blind", sagte die Linke-Europaabgeordnete Cornelia Ernst. Dafür würden sie mit aller Kraft gegen die schlagen, die Zivilcourage gegen menschenverachtende Einstellungen zeigten.