Das Gesetz müsse an die Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte nach der Verwaltungsreform angepasst werden.
Laut Stange muss noch geklärt werden, wie viele Kulturräume künftig gebildet werden und welche Finanzierungsregelungen sinnvoll sind. Die zweite Novelle solle dann zeitgleich mit der Verwaltungsreform im Sommer 2008 in Kraft treten. Die Kulturräume seien geeignet, die "reichen kulturellen Traditionen Sachsens zu bewahren und neue Formen und Angebote zu ermöglichen", sagte Stange. Das Kulturraumgesetz ermögliche zudem flächendeckend die Teilhabe am kulturellen Leben.
Der Landtag hatte das bisher bundesweit einmalige Kulturraumgesetz im Dezember 1993 beschlossen. Die Kulturräume umfassen unter anderem Museen und Theater von regionaler Bedeutung, Bibliotheken sowie Projekte der Musik, Kunst, Literatur, Film und sorbischer Kultur. Träger und Geldgeber der dazu gegründeten Zweckverbände sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Zudem gibt es seit 2005 einen um zehn Millionen Euro erhöhten Landeszuschuss in Höhe von 86,7 Millionen Euro pro Jahr.
Der CDU-Landtagsabgeordnete und Präsident der Sächsischen Kulturstiftung, Steffen Heitmann, verwies auf den sächsischen Kulturstolz und sagte, Sachsen sei eine der reichsten und vielfältigsten Kulturlandschaften Deutschlands. Die solidarische Finanzierung und Strukturierung der Kulturinstitutionen sei für den Erhalt von Kunst und Kultur vor allem in den ländlichen Räumen unverzichtbar. So seien auch leistungsfähige Kulturräume entstanden.
Mario Pecher betonte für die SPD-Fraktion, Sachsen könne stolz auf dieses zukunftsweisende Modell der Kulturfinanzierung und Förderung sein. Nun müsse die zweite Novelle "möglichst schnell auf den Weg" gebracht werden.
Karl-Heinz Gerstenberg von der Grünen-Fraktion bemängelte, dass die Kulturschaffenden bis zum sprichwörtlich letzten Moment "nicht schwarz auf weiß hatten", dass ihre Verträge, ihre Arbeit, über 2007 hinaus gelten und bezahlt werden. Andreas Schmalfuß, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, sagte, für viele Kulturschaffende sei diese Verlängerungsprozedur eine "unerträgliche und vor allem unnötige Zitterpartie" gewesen.