Das sieht das am Mittwoch von Stadt und Nutzern vorgestellte Betreiberkonzept vor, das nun dem Stadtrat vorgelegt wird. Feierliche Eröffnung soll am 28. April sein.

In dem grundsanierten und mit einem komplett neuen Konzertsaal ausgestatteten DDR-Bau von 1969 sollen auch die neue städtische Zentralbibliothek und das Kabarett "Die Herkuleskeule" ein neues Zuhause finden. Kultur-Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) sprach von einem Meilenstein. "Mit der Wiedereröffnung des Kulturpalastes bekommt Dresden einen international wettbewerbsfähigen Konzertsaal, der unterschiedlichen musikalischen Formaten und Ensembles Raum bieten wird."

Nach der kontroversen Debatte in der Stadt über den rund 82 Millionen Euro teuren Umbau erwarte sie nun eine Beruhigung. "Der wiedereröffnete Kulturpalast soll versöhnen", sagte sie. Philharmonie-Intendantin Frauke Roth hob die "herausragende Akustik" hervor. "Für die Dresdner Philharmonie ist der neue Saal ein Höhepunkt in ihrer Geschichte - sie erhält erstmals einen ihrem Niveau angemessenen Saal und damit ein sehr schönes, neues Zuhause."

Der Kulturpalast soll an 365 Tagen von 6 Uhr bis 24 Uhr geöffnet sein. Betreiber ist die städtische Immobiliengesellschaft Kid.

Die Kosten für den Betrieb des ganzen Hauses werden für 2018 mit 4,5 Millionen Euro kalkuliert, etwa 2,5 Millionen mehr als im alten Haus. Schon der alte Kulturpalast sei ein "Zuschussgeschäft" gewesen, sagte Klepsch. Und auch der Neue werde nicht ohne zusätzliche Mittel auskommen.