Laut Birkigt, der vom Amtsgericht Dresden als Insolvenzverwalter eingesetzt wurde, sind hohe Verluste bei der Firma Künstlerische Holzgestaltung Bergmann Ursache für die wirtschaftliche Schieflage. Auch dort ist Kulturinsel-Chef Jürgen Bergmann Eigentümer. Die Verluste summieren sich demnach auf mehrere Hunderttausend Euro und stehen im Zusammenhang mit größeren Bauprojekten.

"Da die künstlerische Holzgestaltung und die Kulturinsel Einsiedel rechtlich nicht voneinander getrennt sind, erstreckt sich das Insolvenzverfahren auf beide Firmen", erläutert Lars Birkigt. Trotzdem werde jedoch der Geschäftsbetrieb des Freizeitparkes und des Restaurants wie gewohnt fortgesetzt. Das Gelände soll wie geplant am 22. März nach der Winterpause wieder öffnen. Sein Ziel, so Birkigt, sei es, das Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu sanieren: "Die Auftragsbücher sind gut gefüllt."

Holger Freymann, Leiter des Görlitzer Kreisentwicklungsamtes, bedauert die Entwicklung: "Die Unternehmen von Jürgen Bergmann sind nicht nur Arbeitgeber für weit mehr als 100 Beschäftigte, sondern auch ein ganz wichtiger Bestandteil unserer touristischen Landschaft." Die Probleme waren bekannt, "sie segelten immer in schwierigem Fahrwasser, waren abhängig von der Zahlungsmoral ihrer Auftraggeber." Eine Insolvenz könne aber auch zum Erhalt der Unternehmen führen, hofft Freymann, und versichert: "Wir werden alle unsere Möglichkeiten nutzen, um zu helfen."

Jürgen Bergmann selbst war am Freitag für die RUNDSCHAU nicht zu sprechen.