Foto: Winter portrait Christofer Andersson CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Schaut man sich beispielsweise auf den Seiten des Modehändlers Van Graaf um, entdeckt man ein breites Sortiment an Wollpullis und warmen Strickjacken. Wollpullis und Strickjacken sehen nicht nur gut aus, sie sind obendrein auch noch sehr praktisch. Denn gerade die etwas weiter geschnittenen Modelle lassen sich gut mit der Zwiebeltechnik kombinieren. Wer im Winter mehrere Lagen übereinander trägt, kommt durch die kalte Jahreszeit, ohne zu frieren. Damit die Zwiebeltechnik jedoch halten kann, was sie verspricht, müssen die richtigen Stoffe und Materialien gewählt werden.

Die richtigen Stofflagen wählen

Durch die Zwiebeltechnik wird die Wärme optimal gespeichert und Kälte wirkungsvoll abgeschirmt. Das funktioniert jedoch nur, wenn man die verschiedenen Stofflagen aufeinander abstimmt. Die unterste Lage, also die Unterwäsche, soll die Haut trocken halten. Wäsche aus Merinowolle, Seide oder Mikrofasern sind hierfür besonders geeignet. Wichtig ist, dass Hemd und Slip eng anliegen. Auf reine Baumwolle sollte man hingegen verzichten, denn sie nimmt zu viel Feuchtigkeit auf. Wenn man dann trotz der Jahreszeit ins Schwitzen kommt, saugt sich die Baumwollunterwäsche voll und die Haut unterkühlt im Anschluss. Bei der Bluse oder dem Hemd, also bei der zweiten Schicht, möchte man ebenfalls keinen Feuchtigkeitsstau. Wichtig ist daher, atmungsaktives Material zu wählen. Seide oder Kleidung mit Seidenanteil sind hier zu empfehlen. Die nun folgende Lage - also Pullover und die Hose bzw. Rock und Strumpfhose - hat hauptsächlich die Aufgabe, warmzuhalten. Hierfür kommen Schurwolle oder Fleece in Frage. Aber auch Kaschmir ist bestens geeignet. Die letzte Schicht schützt vor Wind, Regen und Schnee. Daher ist es wichtig, für den Wintermantel einen wind- und wasserabweisenden Stoff zu wählen. Ein guter Wintermantel und eine gute Winterjacke sind aus Material, das die Feuchtigkeit, die der Körper abgibt, durchlässt, jedoch Feuchtigkeit von außen abwehrt.

Füße, Kopf und Hände richtig wärmen

Für die Füße gilt dasselbe wie für den restlichen Körper. Auch hier hilft die Zwiebeltechnik: Die erste Socke sollte aus atmungsaktivem Material bestehen, über die man dann eine wärmende Wollsocke zieht. Wichtig ist jedoch, dass bei zwei Lagen die Schuhe nicht drücken. Denn dann staut sich das Blut, so dass man eventuell sogar schneller friert. Was Kopf und Hände betrifft, sind viele im Winter nachlässig. Einen Großteil unserer Körperwärme verlieren wir über den Nacken und den Kopf. Ein Schal ist daher immer Pflicht, und bei besonders kalten Tagen sollte man auch auf die Wollmütze oder zumindest das Stirnband zurückgreifen. Bei den Händen helfen Fäustlinge oder ein Muff. Pulswärmer sind eine sinnvolle Ergänzung.