ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:39 Uhr

Zweiter deutscher Film im Bären-Rennen – "Beuys"

Berlin. (dpa/ik) Er war der Mann mit dem Hut und der Fettecke. Das Filmporträt "Beuys" über den Aktionskünstler und Bildhauer Joseph Beuys (1921 - 1986) ging am Dienstag als zweiter deutscher Film ins Bären-Rennen.

Regisseur Andres Veiel ("Black Box BRD") zeigte im Wettbewerb der 67. Berlinale eine Collage, die den stets provozierenden Künstler und Denker selbst zu Wort kommen lässt. Das Publikum nahm den einzigen Dokumentarfilm in der offiziellen Konkurrenz mit kurzem, freundlichen Beifall auf.

Filmemacher Andres Veiel (57) will mit "Beuys" beweisen, dass das Werk des Künstlers heute aktueller denn je ist. Dafür lässt er Beuys selbst argumentieren. Veiels Film besteht zu fast 95 Prozent aus teils bislang unerschlossenen Bild- und Tondokumenten. "Er hat schon vor 30 Jahren die richtigen Fragen gestellt, weil er in den politischen Raum hineingedacht hat", sagt Veiel. "Beuys ist davon ausgegangen: Jeder Mensch ist ein Künstler. Das heißt nichts anderes, als dass jeder Mensch per se die Fähigkeit hat, die Gesellschaft zu gestalten", so Veiel.

Der finnische Kultregisseur Aki Kaurismäki ("Der Mann ohne Vergangenheit") schickte seinen Film "Die andere Seite der Hoffnung" auf Bären-Jagd - eine ebenso lakonisch-komische wie zu Herzen gehende Story um einen syrischen Flüchtling und einen Restaurantbesitzer in Helsinki.

Und auch Star-Alarm gab es wieder: "Twilight"-Held Robert Pattinson kam nach Berlin, um den Abenteuerfilm "Die versunkene Stadt Z" vorzustellen - und machte seine Fans glücklich.