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| 17:41 Uhr

Neue Ausstellung
„Zeitbrüche und Spielräume“ ab Freitag im Dieselkraftwerk

Erika Stürmer-Alex. Neues Bild, 2013 Acryl auf Collage auf Leinwand
Erika Stürmer-Alex. Neues Bild, 2013 Acryl auf Collage auf Leinwand FOTO: VG Bild-Kunst, Bonn 2018 / Bernd Petrikat
Cottbus. (red/ik) Am Freitag, 19 Uhr, lädt das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst zur Eröffnung der Ausstellung „Zeitbrüche und Spielräume“ mit Arbeiten von Erika Stürmer-Alex in das Cottbuser Dieselkraftwerk ein.

Das Schaffen von Erika Stürmer-Alex (*1938) ist von Anbeginn durch eine erstaunliche, produktiv verwobene Mehrspurigkeit geprägt: Neben Arbeiten auf Papier und Leinwand sowie Materialcollagen und der Großfamilie von Objekten existiert eine Vielzahl von „Kunst am Bau“-Werken. Den dritten Baustein ihres Wirkens bilden weit über die ostdeutsche Kunstlandschaft hinaus die vielfachen Aktivitäten auf dem Kunsthof Lietzen, ihrem Domizil.

Die Ausstellung nun rückt die Bildarbeit dieses Kunstkosmos ins Zentrum. Dekorative, wandumspannende Arbeiten der jüngsten Zeit stehen neben grafischen Blättern zur Literatur oder Landschaftsmalerei. Wohl angeregt von ihrem Studium der Wandmalerei in Berlin-Weißensee entwickelte die Künstlerin Strategien, das konventionelle Bild immer wieder mit expansiver Kraft zu verlassen und gleichwohl zu ihm als Gewissheit zurückzukehren.

Spannend ist zu beobachten, wie die Künstlerin nach dem Studium nicht der Pathosformel des sozialistischen Propagandabildes folgt. Stattdessen begann sie bereits in den 1960er-Jahren mutig, die damals ideologisch sorgsam gehüteten Grenzen zwischen Figürlichkeit und Abstraktion zu überspringen. Dieses Wechselspiel durchzieht ihre Arbeiten bis auf den heutigen Tag: Wie selbstverständlich steht Figürliches neben Zeichenhaftem und Abstraktem, sie überschreiben sich gegenseitig immer wieder aufs Neue.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung im Cottbuser Dieselkraftwerk (Uferstraße / Am Amtsteich 15) ist frei. Die Schau kann bis 2. September besichtigt werden.