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| 17:59 Uhr

Wo sind die "Lacoma"-Männer?

Ist nicht zu übersehen auf einer Wiese neben der B 169: Die Skulptur der Künstlerin Annett Glöckner.
Ist nicht zu übersehen auf einer Wiese neben der B 169: Die Skulptur der Künstlerin Annett Glöckner. FOTO: Frank Hilbert/Kleines Foto: Michael Helbig/mih1
Leuthen. Nach 23 Jahren kommt die Künstlerin Annett Glöckner zu den Wurzeln eines ihrer ersten Werke in die Lausitz zurück. Und sie ist auf der Suche nach Weggefährten von damals. Frank Hilbert

Heute bei Kyritz in der Prignitz lebend, hatte Annett Glöckner (Foto von 1993) damals als Meisterschülerin der Hochschule der Künste Berlin zwischen Cottbus und Drebkau für einen Hingucker gesorgt, der inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte überdauert hat: Das Kunstwerk - zugleich Mahn- und Denkmal - mit dem Schriftzug "Lacoma" wurde geschaffen aus Resten verschrotteter Tagebautechnik. Es steht seit 1992 rechts auf einer Wiese an der B 169 zwischen Cottbus in Richtung Drebkau und erinnert an das Schicksal des Dörfchens Lakoma, das seinerzeit dem Tagebau zum Opfer fiel.

Bei der Gestaltung ihrer Skulptur wurde sie damals von der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag) tatkräftig unterstützt. Eine Baggerbrigade half ihr beim Bau des Schriftzuges. Anfang September will Annett Glöckner ihrem Werk einen Besuch abstatten und sie würde sich freuen, wenn sie dabei ihre alten Weggefährten wiedersehen könnte. "Ich weiß noch, dass der große Chef von damals Mücklausch hieß und die Se kretärin Frau Cherubin. Die Männer der Baggerbrigade hießen Baby, Mirko, Wobbel, Torsten, Torsten und Pela", erinnert sie sich am RUNDSCHAU-Telefon. "Und nicht zu vergessen, die Indianer - die Crazy Igles, die die Löcher für die Verankerung mit der Spitzhacke in den gefrorenen Boden schlugen." Doch es hätten noch andere Laubag-Männer bei ihrem Projekt geholfen, mit denen sie heute gern ins Gespräch kommen würde.

Wer sich jetzt also angesprochen fühlt, sollte sich an die RUNDSCHAU per E-Mail an frank.hilbert@lr-online.de oder per Telefon unter 0175 5632465 wenden. Die Informationen werden dann an Annett Glöckner weitergeleitet.

Und natürlich wird die RUNDSCHAU von diesem Wiedersehen berichten.