| 16:57 Uhr

Vorweihnachtskonzert
Winterzauber für Jung und Alt zum Fest

Weihnachtszauber-Szenenfoto mit dem Opernchor und dem Kinder- und Jugendchor im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus.
Weihnachtszauber-Szenenfoto mit dem Opernchor und dem Kinder- und Jugendchor im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus. FOTO: Marlies Kross
Cottbus. Alle Jahre wieder gibt es in der Adventszeit weihnachtliche und beschwingte Melodien im Cottbuser Staatstheater zu bewundern. Und das Publikum darf dabei fröhlich mitsingen. Von Rüdiger Hofmann

Klanggewaltige Chöre, besinnliche Weihnachtslieder und humoristische Einlagen beim Ballett zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Unter dem Titel „Winterzauber zum Fest“ präsentierten Solisten des Opernensembles, der Opernchor und das Ballettensemble, der Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters, die Singakademie Cottbus e. V. und Kinder der Ballettschule Werhun am Sonntagabend im Großen Haus musikalische und szenische Weihnachtsüberraschungen auf sehr hohem Niveau. Zusammengestellt wurde das abwechslungsreiche Programm von Carola Böhnisch und Christian Möbius, der das Orchester an diesem Tage auch beschwingt durch bekannte und unbekannte Weisen aus verschiedenen Ländern führte.

Einen ersten Höhepunkt gab es, als das Ballett zur Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ tanzte. Stefan Kulhawec stach aus einer ohnehin sehr starken Tänzergruppe besonders hervor, denn er gab die böse Stiefmutter mit einer Mimik und Gestik und unter besonderem Einsatz seines (ihres) Fächers, dass es einem die Tränen vor Lachen in die Augen trieb. Überhaupt wurden die berühmten Filmsequenzen tänzerisch perfekt, rhythmisch harmonisch und mit einer gehörigen Prise Humor vorgetragen – bis sich Inmaculada Marin Lopez alias Aschenbrödel und Mikael Champs alias Prinz am Ende romantisch und küssend in die Arme fallen und in die winterliche Landschaft entschwinden.

Die Aufführung bestach zudem durch die in der szenischen Einrichtung von Martin Schüler vorgesehenen Wechsel der Kostüme und Bühnenbilder. Mal stand der Kinder- und Jugendchor mit brennenden Kerzen vor einem winterlichen Staatstheatergebäude, mal wurde ein wunderschön geschmückter Tannenbaum besungen, mal fuhr Christian Henneberg zu „White Christmas“ auf Inlineskates auf der Bühne, mal verzauberten Debra Stanley in „Let it go“ aus dem Film „Frozen“ als Eiskönigin und Liudmila Lokaichuk in ihrem goldenen Kleid die Zuhörer. Ohnehin gehörte die in Russland geborene Sopranistin Lokaichuk zu den stärksten Gesangssolistinnen, was sie vor allem bei „Ave Maria“ bewies. Bei den männlichen Gesangspartien wusste Heiko Walter besonders positiv aufzufallen – in Sinatra-Manier swingte er zum „Christmas Waltz“, in „Es werde Licht“ ließ der Bariton sein Stimmvolumen aufblitzen.

Einen zweiten Höhepunkt gab es nach der Pause: Da durfte das Publikum die vom Philharmonischen Orchester und den Chören vorgetragenen Weihnachtslieder mitsingen. Wer die Strophen nicht kannte, konnte die Lieder auf einer Leinwand mitlesen. „Ich bin erstaunt, wie begeistert hier alle mitmachen“, sagte Christian Möbius während der Gesangsstücke. Ob zu „Bald nun ist Weihnachtszeit“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „Lasst uns froh und munter sein“ – das Publikum war voll bei der Sache. Fazit: In jedem Fall lohnt es sich, diese Weihnachtsüberraschung zu besuchen, denn hier kommen Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten.

Weitere Termine: Für Vorstellungen am 8., 10., 15., und 20. Dezember sind noch Karten erhältlich im Besucherservice sowie online über www.staatstheater-cottbus.de.