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| 18:28 Uhr

Der aktuelle Kinotipp
Wim Wenders Dokfilm über Papst Franziskus

Szene aus „Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes“.
Szene aus „Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes“. FOTO: dpa / ---
Berlin. „Ein Mann seines Wortes“ ist neu auf der Leinwand.

(dpa/ik) Wim Wenders, der zu den wichtigsten deutschen Autorenfilmern zählt und großes internationales Renommee genießt, ist vor allem mit seinen Spielfilmen bekannt geworden. Darunter so legendäre Werke wie „Der Himmel über Berlin“ oder „Paris, Texas“. In den zurückliegenden 20 Jahren hat der gebürtige Düsseldorfer auch immer wieder mit Dokumentationen auf sich aufmerksam gemacht – Kinostücke wie „Buena Vista Social Club“, „Pina“ oder „Das Salz der Erde“.

In seiner neuen Doku widmet er sich dem Papst. Für „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ konnte Wenders auf exklusives Archivmaterial des Vatikans zurückgreifen und vier lange Interviews mit Franziskus führen.

In den Gesprächen äußert sich der Papst zu den unterschiedlichsten Themen: Umweltschutz und der Zustand unserer Erde, Krieg, Feminismus, Liebe, Freiheit und Armut, die Gefahren des Kapitalismus („Diese Ökonomie tötet!“) und viele andere Dinge mehr. Wim Wenders hat die Interviewpassagen, das Kernstück der Doku, mit einer besonderen Kameratechnik eingefangen. Und erweckt so den Eindruck, der Papst rede von der Leinwand herab zu den Zuschauern, man fühlt sich im Kinosessel gleichsam direkt angesprochen. Flankiert werden diese Gesprächssequenzen von Archiv­ausschnitten, die den Papst bei seinen Reisen zeigen.

Hie und da übertreibt es Wenders vielleicht mit dem Pathos: So in den wenigen Momenten, da sich der Regisseur selbst aus dem Off mit einem Kommentar meldet. Sicher wird es Kinobesucher geben, die mit Wenders’ Papst-Porträt ob dessen direkter und wenig kritischer Art nichts werden anfangen können. Bald aber kommt sein nächster Kinofilm.

(dpa)