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| 13:41 Uhr

Hat Chemnitz eine Chance?
Wettbewerb für „Kulturhauptstadt Europas 2025“ gestartet

Berlin. Welche deutsche Stadt wird 2025 Kulturhauptstadt Europas? Am Dienstag startete der bundesweite Wettbewerb um den begehrten Titel mit einem Informationstag in Berlin. Bis zum 30. September 2019 können sich interessierte Kommunen bewerben.

Danach folgt ein zweistufiges Auswahlverfahren, bis 2020 eine europäische Jury ihren Favoriten empfiehlt.

Zum Auftakt am Dienstag stellten sich bereits acht Städte als Anwärter vor: Chemnitz, Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau. Nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz hatte es Appelle gegeben, die Bewerbung der sächsischen Stadt zur Stärkung der demokratischen Kräfte zu unterstützen.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke), erklärte zum Start des Verfahrens: „Die Kulturhauptstädte Europas repräsentieren beides zugleich: Die Einheit und die Vielfalt in Europa. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass sich Menschen begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und das Bewusstsein für kulturelle Identität und kulturellen Austausch gestärkt wird.“

Das Programm wurde 1985 vom Rat der Europäischen Gemeinschaft ins Leben gerufen. Seit 2007 stellen immer zwei Länder einen Kandidaten. Der Zeitplan sieht vor, dass Deutschland 2025 neben Slowenien zum vierten Mal an der Reihe ist. Bisher waren das westliche Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen (2010) Kulturhauptstädte Europas. Für die praktische Organisation des nationalen Auswahlverfahrens ist die Kulturstiftung der Länder zuständig.

(dpa)