Las-Vegas-Show - was steckt hinter diesem Titel?
Es geht um ein Lebensgefühl, um einen Ort, an dem Fantasien gelebt wurden - und werden. Wer in Las Vegas auftritt, ist nicht nur ein außergewöhnlicher Künstler, ein absoluter Superstar, er wählt auch einen Rahmen, der anders ist. In Las Vegas finden keine "normalen" Konzerte statt, da zelebrieren Sänger ihre Lieder. Die Locations sind zugleich mondän und plüschig, die Zuschauer zahlen viel Geld, um die Allergrößten hier zu erleben. Mit "hier" meine ich Orte voll Glitzer und Glamour. Dabei liegt Las Vegas mitten in der Wüste - also praktisch wie auf einem anderen Planeten.

Elvis Presley, Barbra Streisand, Elton John, Stevie Wonder. Jeder für sich verkörpert ein ganz eigenes musikalisches Universum. Und doch muss es eine Gemeinsamkeit geben, wenn deren große Songs in Ihrem Konzert gemeinsam erklingen. Welche ist das?
Die Gemeinsamkeit liegt in der hohen Kunst dieser Sänger, die zum Teil auch Lieder für die Ewigkeit geschrieben haben. Die Streisand ist immer noch - auch im hohen Alter - eine Frau, die mit ihrer Stimme fesselt. Elvis war für mich zwar nie der König des Rock'n'Roll, aber einer der größten Entertainer. Elton John und Stevie Wonder sind Ausnahmeinterpreten und gehörten zu den besten Songschreibern des vergangenen Jahrhunderts.

Sie interpretieren die Songs von Frank Sinatra auf wunderbare Weise. Auch, weil Sie mit seiner Musik aufgewachsen sind. Was aber reizt Sie zum Beispiel an den Songs von Stevie Wonder? Eine heimliche Verehrung?
Die Verehrung ist gar nicht einmal so heimlich. Ich mag Stevie Wonder, weil er einen absoluten Swing in der Stimme hat, über ein perfektes Timing verfügt und einfach unzählige Wahnsinnssongs geschrieben hat. Oder nehmen wir Tom Jones. Der Waliser hat fast nichts selber geschrieben, aber er veredelt jede Komposition auf seine Weise.

Sind Sie einem dieser Großen schon persönlich begegnet?
Ich wäre ihnen gern allen begegnet, aber das hat sich nicht ergeben. Frank Sinatra, Liza Minelli, Barbra Streisand, Tom Jones, Elton John, Neil Diamond und Stevie Wonder habe ich zumindest schon auf der Bühne bewundern dürfen - und war jedes Mal begeistert. Diese Künstler stehen einfach mit ihrem Können und ihrer Präsenz weit über den Durchschnitt. Sie verwandeln auch mittelmäßige Stücke in musikalische Magie.

Die Schweizer Sinatra Tribute Band vereint unter der Leitung des Trompeters Sandro Häsler hochkarätige Musiker, von denen es heißt: eine Tribute Band der ersten Klasse. Wie entstehen die Arrangements?
Wir haben natürlich einen Arrangeur. Anders würden wir das gar nicht hinbekommen. Denn es geht ja nicht nur darum, ein Stück zu erfassen. Wir wollen es auf unsere Weise spielen. Und dabei ist es wichtig, dass die Vorlage zu unserem Lied wird, dass die Instrumente präzise auf unsere Bedingungen hin eingesetzt werden und jeder in der Band genau weiß, was er zu tun hat. Wir wollen immer nach Sinatra Tribute Band und eben nicht nach Klonen der großen Originale klingen.

Für die Titel der Streisand haben Sie sich Britta Medeiros an Ihre Seite geholt.
Britta ist eine sympathische Schwäbin mexikanischer Abstammung, und schon das ergibt eine spannende Mischung: Sie ist einfach eine wunderbare Sängerin, mit der ich sehr gern zusammenarbeite. Auch passen unsere Stimmen gut zueinander.

Mit Max Neissendorfer

sprach Andreas Stanicki.

Freitag, 20 Uhr, Amphitheater, Karten für 24 Euro im Vorverkauf an der Theaterkasse oder in anderen Vorverkaufsstellen, unter www. theater-senftenberg.de oder Tel.: 03573 801286.