Wie gut, dass sich der Anschlag auf den Supermarkt dann doch als riesiger Raub mit einem ermordeten Wachmann herausstellt. Das Magdeburger Ermittlerteam ist wieder in seinem Element. Eigentlich würde doch jetzt ein Kommissar reichen, handelt es sich doch bei Sprengstoffanschlag und Raubmord um einen Fall. Nein, die beiden Ermittler bilden ein Team. So schlimm kann die Personalnot dann wohl doch nicht sein. Ach ja, Genmais kam ja auch noch vor. Wenigstens ein Thema, das alle etwas angeht. Ach so, um Genmais ging es dann doch nicht. Schade. Vorteil: Zehn Sendeminuten gefüllt und einen kauzigen Anti-Genmais-Aktivisten im Film gehabt. Lustiger Moment. Der einzige. Der Umweg über den Genmais hat sich dann doch irgendwie gelohnt. So. Und jetzt? Ach ja, Computer.

Darum ging es. Vorteil bei Fällen, die mit Cyberkriminalität zu tun haben: Nur ein geschätztes Sechstel aller Krimi-Zuschauer versteht, was da genau passiert ist. Selbst die Kommissare haben keine Ahnung und holen - Vorsicht: Klischee - den asiatisch-stämmigen Kollegen mit der großen Brille zur Hilfe. Der löst den Fall dann irgendwie mit seiner Tastatur. Eigentlich hätte sich die beiden Magdeburger Ermittler doch dann einem anderen Fall widmen können, oder? Wegen der Personalnot - wir erinnern uns. Haben sie aber nicht getan. Logisch, die beiden mussten ja auch noch in eine brenzlige Lage kommen - das tun Ermittler im Sonntagsabendkrimi nunmal kurz vor Ende des Films. Und am Ende? Da wird alles natürlich wieder gut. Langweilig.