Hohe Einnahmen blieben einer kleinen Elite von Intendanten und Regisseuren vorbehalten, viele Schauspieler müssten mit vergleichsweise geringer Bezahlung auskommen. Das habe die Umfrage der Fachzeitschrift an deutschsprachigen Bühnen ergeben, die in dem jetzt erschienenen Jahrbuch des Blattes veröffentlicht wurde.
Höchstens zwei Dutzend Theaterleute im deutschsprachigen Raum, vor allem die regieführenden Intendanten großer Häuser, erzielten Spitzeneinkommen bis zu 250 000 Euro brutto im Jahr. "Die Zeiten der obszön hohen Gagen aus den 80er-Jahren für Star-Regisseure sind vorüber, und das ist auch gut so", sagte der Intendant der Münchner Kammerspiele, Frank Baumbauer. Allerdings würden viele Regisseure nicht entsprechend ihres Marktwerts in der Kulturszene bezahlt und verdienten deutlich weniger als andere Spitzenkräfte. Die Gagen von Schauspielern bewegten sich oft über Jahre hinweg um den tariflich festgesetzten Mindestbetrag von 1550 Euro brutto. An großen Häusern wie dem Wiener Burgtheater oder dem Thalia Theater in Hamburg seien noch Höchstgagen bis zu 6000 Euro für Schauspieler möglich - exorbitante Bezahlungen von Stars gehören aber in fast jedem Haus der Vergangenheit an, wie "Theater heute" schreibt.
Den Ausschlag für eine Zusammenarbeit gebe oft nicht das Geld, "sondern die künstlerischen Perspektiven", sagte Baumbauer. (dpa/mar)