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| 17:57 Uhr

Identifiziert
Weitere NS-Raubkunst aus Sammlung Gurlitt 

Magdeburg, Berlin. () Aus der Sammlung des NS-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895-1956) sind vier weitere Zeichnungen als NS-Raubkunst nachgewiesen worden. Die vier Werke stammen aus dem Besitz von Gurlitts 2012 verstorbener Tochter Benita Renate, wie das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste am Montag in Magdeburg mitteilte.

Der derzeitige Eigentümer hat sie von dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste im Rahmen des Projektes „Provenienzrecherche Gurlitt“ überprüfen lassen und will die Werke laut dem Zentrum nun an die Nachfahren der einstigen jüdischen Besitzer zurückgeben. Demnach stammen die vier Zeichnungen der Künstler Charles Dominique Joseph Eisen, Augustin de Saint-Aubin und Anne Vallayer-Coster aus dem Besitz der jüdischen Familie Deutsch de la Meurthe in Paris, in deren Privathaus sie hingen. Das Haus wurde während der Besatzung durch die Nationalsozialisten konfisziert. Nach dem Ende des Krieges erstattete die Familie eine Verlustmeldung, in der die Bilder aufgeführt sind.

Im Zusammenhang mit dem spektakulären Münchner Kunstfund in der Wohnung von Gurlitts Sohn Cornelius (1932-2014) im Jahr 2013 wurde nach Angaben des Magdeburger Zentrums bekannt, dass sich diese vier Werke neben weiteren 14 Bildern im Bestand seiner Schwester Benita Renate befanden.