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Antrag auf Gläubigerschutz
Weinstein Company stellt Insolvenzantrag

Harvey Weinstein (Archivbild vom 23.05.2017).
Harvey Weinstein (Archivbild vom 23.05.2017). FOTO: afp
Das frühere Unternehmen des US-Filmproduzenten Harvey Weinstein hat offiziell ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Alle Opfer von Weinsteins mutmaßlichem Fehlverhalten werden aus ihren Schweigevereinbarungen entlassen.

Am Montag (Ortszeit) stellte die Weinstein Company einen Antrag auf Gläubigerschutz. Zugleich habe sie ein Übernahmeangebot der Private-Equity-Gesellschaft Lantern Capital Partners in der Hinterhand, dem das Insolvenzgericht in Delaware noch zustimmen müsse, teilte Weinsteins Ex-Firma mit.

Sie gab zudem bekannt, dass sie alle Opfer oder Zeugen von Weinsteins mutmaßlichem Fehlverhalten aus Schweigevereinbarungen entlasse, die sie bisher daran gehindert hätten, ihre Geschichte zu erzählen.

Der Produzent hatte die Firma 2005 mit seinem Bruder gegründet. Nachdem im Herbst Vorwürfe sexueller Belästigung gegen ihn laut wurden, entließ das Unternehmen Weinstein. Inzwischen sind weitere Anschuldigungen laut geworden, sie reichen bis zu Vergewaltigung.

Sechs Frauen haben Klage eingereicht. Sie werfen Weinstein und seinen früheren Filmunternehmen vor, seine sexuellen Belästigungen und Angriffe vertuscht zu haben. Der Filmmogul weist die Vorwürfe zurück.

(oko)