Die Stadt nannte inhaltliche Diskussionen zur Zukunft des Deutschen Nationaltheaters als Voraussetzung für die Verhandlungen um einen neuen Vertrag für Intendant Stephan Märki. „Ohne inhaltliche Gespräche wird es keine Vertragsverhandlungen geben“, sagte Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) am Samstag. Es müsse über Konzepte, Strukturen und Finanzen gesprochen werden, damit das Staatstheater nicht Gefahr laufe, nach 2014 schrittweise zerschlagen zu werden. Märki, dessen Vertrag 2010 aufläuft und nicht verlängert wurde, habe bisher nichts vorgelegt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Christoph Matschie, mahnte gestern in der Debatte mehr Sachlichkeit an.

Mehrere hundert Menschen hatten am Freitag dagegen demonstriert, dass die Stadt den Vertrag von Märki nicht über 2010 hinaus zu verlängern wollte. „Der Theaterplatz war voll. Nach unserer Zählung waren es mehr als 1000 Teilnehmer“, sagte der Sprecher der Kulturinitiative Thüringen, Andre Störr. Die Initiative hatte zusammen mit dem Freundeskreis des Nationaltheaters zu der Aktion aufgerufen.

Sie forderte, die Entscheidung des Aufsichtsrats zurückzunehmen und Märki zumindest Vertragsverhandlungen anzubieten. Dem schloss sich Matschie gestern inhaltlich an. dpa/pb