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Weill-Fest in Dessau größer als geplant

Dessau.. Das Dessauer Kurt-Weill-Musikfest, zu dem 2005 mehr als 300 Künstler aus ganz Europa, Kanada und den USA erwartet werden, wird größer als geplant. Foto: pr

Die zunächst vorgesehenen 35 Veranstaltungen werden um drei weitere Programmpunkte ergänzt, wie die Veranstalter in Dessau mitteilten.
Der Vorverkauf zur 13. Auflage des Festes läuft indes auf Hochtouren. Schon 61 Prozent der Karten sind vergriffen. Das Musikfest findet vom 25. Februar bis zum 6. März in der Geburtsstadt des jüdischen Komponisten statt.
Neu im Programm ist der Jazz-Abend "Three Masters On Broadway" (26. Fberuar), der den drei großen Broadwaykomponisten Kurt Weill, George Gershwin und Leonard Bernstein gewidmet ist. Zudem ist das Gesprächskonzert "Weill für Schüler" (2. März) in den Spielplan aufgenommen worden. Speziell für Jugendliche stellt die Sängerin Stefanie Wüst am Geburtstag Kurt Weills Musik und Leben des Komponisten vor. Die dritte Zusatzveranstaltung trägt den Titel "Deutschland meine Trauer" (6. März) und widmet sich unter Mitwirkung von 30 Kindern und Jugendlichen dem Thema Exil.
Das Motto "Fluchtpunkt Amerika" soll daran erinnern, dass die USA eine große Faszination auf Künstler der Weimarer Republik ausübten und zugleich ein Ort des Exils waren, wohin auch der jüdische Komponist Kurt Weill während der Nazi-Zeit emigrierte. Der Festivaletat beträgt rund eine halbe Million Euro.
Kurt Weill wurde am 2. März 1900 als Sohn eines Kantors in Dessau geboren. Mit 19 Jahren ging er nach Berlin, um Musik zu studieren. Als bahnbrechend galt seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht ("Die Dreigroschenoper"). 1933 flüchtete er vor den Nazis zunächst nach Paris. 1935 emigrierte er mit seiner Ehefrau Lotte Lenya in die USA, wo er zu einem gefragten Broadway-Komponisten aufstieg. Er starb 1950 in New York. (dpa/pb)

Ticket Hotline 0180- 5564564 www.kurt-weill-fest.de