Es ist Weihnachten. Für ein paar Tage herrscht Ruhe und Besinnlichkeit, andere machen auch an Heiligabend richtig Party. Gut gegessen wird an Heiligabend und Silvester bei den meisten Menschen.
Bekannte Schauspieler, Regisseure und Sportler aus ganz Brandenburg haben uns verraten, was über die Feiertage und an Silvester bei ihnen zu Hause aufgetischt wird.

Box-Star Axel Schulz isst Kartoffelsalat mit Würstchen

„An Heiligabend gibt‘s ganz klassisch Kartoffelsalat und Würste“, beantwortet Axel Schulz im persönlichen Telefongespräch die Frage nach dem Weihnachtessen: „Wenn schönes Wetter ist, lege ich die Würste gerne auf dem Grill“, meint der Boxer bierernst. Brandenburgs erster Bierbotschafter liebt das Grillen im Winter. Überhaupt ist der ehemalige Schwergewichtsboxer ein BBQ-Fan. Längst lässt der in Bad Saarow-Pieskow geborene Promi-Boxer seine selbst kreierten Grillsoßen im industriellen Maßstab produzieren. Mit anfänglicher Unterstützung von Spitzenkoch Ronny Pietzner. „Mittlerweile habe ich drei Soßen auf den Markt gebracht, bin also richtig in der Lebensmittel-Industrie unterwegs“, sagt der Grill-Experte Axel Schulz: „An Heiligabend kommt aber Senf an die Würste“. Gefeiert wird Weihnachten in Frankfurt (Oder): „Denn da bin ich zu Hausse, wo es am ersten Weihnachtstag, ebenfalls ganz klassisch - Ente gibt“, sagt Schulz. „Den Grünkohl dazu habe ich schon bei einem Händler in Fürstenwalde gekauft. Der hat den besten, an seinen Stand beim Kaufland an der Autobahn“, verrät der „Masked Singer“-Sänger aus Brandenburg. Am zweiten Weihnachtstag sei bei Schulzes „Resteessen“ angesagt: „Gibt dann halt alles, was noch so da ist - aber Silvester ist das Kochen auf dem heißen Stein geplant. Raclette find‘ ich nicht mehr so toll, weil mir das zu fettig ist mit dem ganzen Öl“, erzählt der 54-Jährige und schwärmt von seiner neuen Grilltonne fürs Grillen im Winter. Aber dazu mehr an anderer Stelle.

Was isst die Ballett-Tänzerin Venira Welijan aus Cottbus an Silvester?

Die Tänzerin im Ballettensemble des Staatstheaters Cottbus ist Uigurin und stolz auf ihre uigurischen Vorfahren. Geboren wurde die Künstlerin in Urumchi. Deshalb feiert Welijan Silvester mit einem Gericht aus Asien.
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„Wir verbringen Silvester wie viele andere Menschen natürlich auch im Kreise von Freunden und Verwandten. Und dazu essen wir meistens einen Feuertopf. Feuertopf ist ein Gericht nach der Art eines Brühe-Fondues, das in ganz Ostasien verbreitet ist. In vielen Gebieten ist der Feuertopf vor allem im Winter sehr beliebt.
Bei Tänzerin Venira Welijan wird Silvester mit einem uigurischen Feuertopf gefeiert.
Bei Tänzerin Venira Welijan wird Silvester mit einem uigurischen Feuertopf gefeiert.
© Foto: Birgit Hupfeld
Dafür wird in einem Topf eine Brühe gekocht. Bestehend aus Rind, Huhn oder Lamm. Typische Zutaten sind zum Beispiel dünne Fleischscheiben, Blattgemüse, Pilze, Fisch, Meeresfrüchte und Glasnudeln, die in der Brühe gegart werden. Die im Feuertopf gekochten Zutaten werden dann in Soßen getunkt. Das Schöne an diesem Essen ist, dass man mit wenig Aufwand mit vielen Leuten zur gleichen Zeit um den Feuertopf herum sitzt, sich gut unterhalten und stundenlang das Essen genießen kann.“

Daniel Ris kocht selbst drei Gänge, aber was gibt es denn?

Der Intendant der Neuen Bühne Senftenberg muss Weihnachten arbeiten, aber hat für Silvester Großes vor - mindestens drei Gänge sollen aufgetischt werden. „Die Weihnachtstage verbringe ich in Senftenberg. Da übernehme ich den künstlerischen Leitungsdienst für unsere Vorstellungen. Erst an Silvester fahre ich nach Berlin und feiere dort bei meinem Lebenspartner zu Hause gemütlich im kleinen Kreis.
Daniel Ris - Intendant der neuen Bühne Senftenberg - hält es mit der Essenplanung für Weihnachten eher spontan.
Daniel Ris - Intendant der neuen Bühne Senftenberg - hält es mit der Essenplanung für Weihnachten eher spontan.
© Foto: Dorit Günter
Es wird in jedem Fall gemeinsam groß gekocht. Mindestens drei Gänge. Aber wir überlegen noch. Deshalb gibt es leider auch derzeit noch keinen Rezept-Tipp von mir“, schreibt Daniel Ris. Und was wäre, wenn der Kulturschaffende schon an Weihnachten arbeitsfrei hätte? „Das große Weihnachtsessen gibt es sonst immer an Heiligabend - und auch erst am Abend!“

Thomas Rühmann vom Theater am Rand geht Silvester ans Büfett

Prominent wurde der Sohn des Historikers Heinrich Rühmann als Schauspieler mit dem ARD-Dauerbrenner „In aller Freundschaft“. Der Betreiber vom Theater am Rand in Oderaue (Barnim-Oderbruch) ist sich noch nicht ganz sicher, was es genau an Silvester zu essen gibt, aber der musikalische Schauspieler weiß schon ganz genau, wo er zu speisen gedenkt: „Wie immer begehe ich Silvester in Zollbrücke. Wir machen ab 18.00 Uhr ein Mitsingkonzert „Alle oder Keiner“, am nächsten Tag, also Neujahr, ein Nichtmitsingkonzert „Auf dem Campingplatz der Herzen“ für all jene, die nicht singen können oder wollen oder dürfen.
Musiker und Theatermacher Thomas Rühmann wurde als Schauspieler durch die Krankenhaus-Serie "In aller Freundschaft" bundesweit prominent.
Musiker und Theatermacher Thomas Rühmann wurde als Schauspieler durch die Krankenhaus-Serie „In aller Freundschaft“ bundesweit prominent.
© Foto: Rudolf Wernicke
Das heißt, wir feiern Silvester mit den Zuschauern und den Mitwirkenden im Theater. Da wird aufgelegt, getanzt, gegessen, getrunken. Platz ist genug. Wir richten uns da ganz nach dem Angebot der Randwirtschaft. Das ist unsere vom Ökodorf Brodowin betriebene Theatergaststätte. Es gibt ein großartiges, gesundes und ökologisch geprägtes Büfett. Dazu guten Wein und diverse andere Getränke. Das wird köstlich.“
Wir wünschen allen unseren Lesern einen guten Appetit und frohe Weihnachten.