Von Ingrid Hoberg

Bei Freunden der politischen Karikatur, die nicht mit dem Holzhammer, aber mit Witz und Verstand daherkommt, ist der Name Reiner Schwalme (81) ein Begriff. Mancher kennt ihn noch aus der Zeit, als die Zeitschrift „Eulenspiegel“ Bückware am Zeitungskiosk war. Seit mehr als 50 Jahren zeichnet er für verschiedene Publikationen, ist hoch geehrt und genießt die Anerkennung bei Kollegen wie beim Betrachter. Schwalme schaut noch immer mit einem wachen Blick auf die Gesellschaft. Er gehörte zu den 44 Künstlern, die zum Anfang des Jahres in der Galerie 23 in Cottbus ausstellten. In der Sammlung im Museum für Humor und Satire in Luckau, einem Projekt des Vereins Cartoonlobby, sind Schwalmes Arbeiten in großem Umfang archiviert.

Reiner Schwalme lebt nicht nur im Unterspreewald, mit der Spreewaldstadt Lübbenau verbindet ihn das erste Karikaturisten-Pleinair im Jahr 2004, das von der Lübbenaubrücke veranstaltet wurde. Sein Ansehen unter den Kollegen, seine zahlreichen Auszeichnungen und seine gute Vernetzung in der Szene hätten wesentlich dazu beigetragen, dass das Spreewaldatelier eine hohe Wertschätzung erfahre, stellte Dr. Jürgen Othmer, Vorsitzender des Vereins Freunde der Lübbenaubrücke, anlässlich der Ausstellung „Denkanstöße a la art“ fest, die zum 80. Geburtstag des Karikaturisten und Cartoonisten in Lübbenau gezeigt worden war und ein breites Publikum im Rathaus in der Altstadt und im Einkaufscenter Kolosseum in der Neustadt gefunden hatte. Doch diese Ausstellung mit Plakaten zu unterschiedlichen Themen ist viel zu aktuell und aufwendig hergestellt, um sie nur einmal zu zeigen und dann ins Archiv zu geben, so die Meinung im Verein Freunde der Lübbenaubrücke. Deshalb ist sie von vornherein als Wanderausstellung konzipiert worden, die inzwischen nicht nur in Lübbenau auf große Resonanz gestoßen ist. In Eimbeckhausen in Niedersachsen sei sie so erfolgreich gezeigt worden, dass sich dort gleich der nächste Veranstalter gemeldet habe, so Jürgen Othmer. „Die ,Denkanstöße‘ sollen gern noch weiter auf Reisen gehen“, wünscht sich Queenie Nopper vom Projektbüro Lübbenaubrücke.

Für Interessenten liegt dort ein Exposé zur Ausstellung vor, das einen Einblick in die Motive der Schwalme-Poster und Cartoons gibt. Insgesamt werden 134 Karikaturen auf 33 PVC-Bannern gezeigt, doch es können je nach Platzangebot auch nur Auszüge präsentiert werden. „Für die gesamte Ausstellung sollte der Raum mindestens 100 Quadratmeter groß sein“, sagt Queenie Nopper. Als Begleitmaterial werden Info-Blätter zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung ist flexibel einsetzbar, ist versandfertig und wetterfest verpackt. Das Exposé und ein Datenblatt können im Projektbüro angefordert werden.
Die Wanderausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt unter der Dachmarke Kunstraum-Spreewald, zu der auch die landkreisübergreifenden Kunstprojekte Aquamediale, Spreewaldatelier und Spektrale gehören.

Infos: www.luebbenaubruecke.de