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Vortrag: Lenné und das "Schlesische Elysium"

Cottbus. Peter Joseph Lenné und die Kulturlandschaft des Hirschberger Tales beleuchtet am Mittwoch ein Vortrag von Klaus-Henning von Krosigk ab 18.30 Uhr, im Besucherzentrum auf dem Gutshof im Park Branitz. red/ik

Vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts entstand im Hirschberger Tal, am Fuße des Riesengebirges, eine aus den Parkanlagen mehrerer Herrenhäuser und Schlösser bestehende zusammenhängende Gartenlandschaft, die auch als "Schlesisches Elysium" bezeichnet wurde. Das Hirschberger Tal repräsentiert noch immer in beindruckender Weise den Beginn der landschaftlichen Gartenkunst in der Zeit der Aufklärung wie zum Beispiel in Stonsdorf/Staniszów oder Ruhberg/Kowary. Schlösser und ihre Gärten wie Buchwald/Bukowiec oder Fischbach/Karpniki sind beste Beispiele für die Zeit des Frühklassizismus, gefolgt von der Epoche des Klassischen Landschaftsgartens, die an den wichtigen Beispielen Lomnitz/omnica, Erdmannsdorf/Mysakowice oder Schildau/Wojanów erläutert werden wird. Die beiden letzteren Anlagen schuf Peter Joseph Lenné. Dr. Klaus-Henning von Krosigk, ehemaliger Gartenbaudirektor im Landesdenkmalamt Berlin, gilt als Begründer der Gartendenkmalpflege in Deutschland. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zur Geschichte der Gartenkunst.

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der gegenwärtigen Lenné-Ausstellung in Branitz.