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| 16:55 Uhr

Vor 50 Jahren eröffnet
Ikone der Moderne in Berlin

Vor 50 Jahren wurde die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe eröffnet.

Berlin () Ein gläserner Kubus mit weit überstehendem flachen Stahldach, auf einen weiten Sockel gestellt, überragt den Stadtraum wie ein Tempel der Moderne. Vor 50 Jahren, am 15. September 1968, wurde die Neue Nationalgalerie nach einem Entwurf von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) am Kulturforum im Tiergarten eröffnet. Sie ist das einzige Bauwerk, das der in Aachen geborene und 1938 in die USA emigrierte Architekt im Nachkriegsdeutschland schuf. Neben seinem berühmten Barcelona Pavillon für die Weltausstellung von 1929 gilt der Museumsbau in Berlin als Ikone der Architektur des 20. Jahrhunderts. Er ist zugleich der Schlussstein im Werk des ein Jahr nach der Einweihung verstorbenen Baumeisters. 1961, anlässlich des 75. Geburtstags von Mies van der Rohe, war der West-Berliner Senat an den in Chicago lebenden Architekten herangetreten und hatte ihn mit dem Entwurf eines Museums für die Sammlung des 20. Jahrhunderts der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beauftragt. Für sein Museum griff er auf das Projekt eines Bürogebäudes für die Bacardi-Rumfabrik in Kuba von 1957 zurück, das wegen der Machtübernahme Fidel Castros nicht realisiert wurde.

Seit 2015 ist die Neue Nationalgalerie geschlossen und wird durch das Büro von David Chipperfield generalsaniert.

(epd)