Und wieder eine Frau und ein Mann an einem Tisch im Freien, unter dem Himmel." So beginnt Peter Handkes neues Buch "Die schönen Tage von Aranjuez" - ein Sommerdialog, heißt es im Untertitel.

Und so zart und federleicht, wie dieses Zwei-Personen-Stück anhebt, so wird es bis zur letzten Zeile bleiben, trotz des schwierigen Themas, das die beiden sich vorgenommen haben. Sie wollen über die Liebe sprechen, das große, elementare, einzige Gefühl, das Mann und Frau wirklich verbinden könnte. Und machen doch mit jedem Satz, mit jedem Wort die Aussichtslosigkeit dieser Illusion deutlich. Handkes Paar wird rasch von der realen Welt eingeholt: Knattern eines Helikopters, Sirenen eines Polizeiautos, "Jammergellen" eines Kindes.

Peter Handke: Die schönen Tage von Aranjuez. Suhrkamp Verlag Berlin, 70 Seiten, 12,99 Euro.