Der gebürtige Cottbuser erinnert sich noch heute gern daran.
Zusammen mit seinem Freund Olaf Ponesky (Sohn des DDR-Fernsehstars Hans-Georg Ponesky) will Kahle dem "Kosmos" wieder eine leuchtende Zukunft geben. Dafür haben die beiden immerhin fünf Millionen Euro investiert. Das war notwendig, weil das legendäre Kinogebäude ein halbes Jahr leer stand. Hatte doch die Geschichte des denkmalgeschützten Hauses im Sommer 2005 unrühmlich geendet.
Dabei standen die Zeichen für eine glorreiche Zukunft nach der Wende ziemlich gut. 1996 wurde das "Kosmos" zum ersten Berliner Multiplexkino mit neun Sälen umgebaut. Leider war es auch eines der ersten seiner Art, bei dem der Vorhang fiel, nachdem sich die geschäftlichen Hoffnungen seiner Betreiber in einer Insolvenz aufgelöst hatten.
Die beiden Ostler pachteten das Gebäude und eröffneten das "Kosmos" nach nur sieben Monaten Umbau jetzt wieder neu - als eine Art Kulturhaus. Das investierte Geld haben die neuen Betreiber in Brandenburg verdient, und zwar mit einer Großraumdisko im A 10-Center Wildau, die sie zu Gunsten ihres Berlin-Investments aufgaben.
Bei der Verknüpfung von Gastronomie und Unterhaltung haben die Partner lange Erfahrung. Ponesky war 1987 in der DDR bester DJ des Jahres und Mirko Kahle hatte bis zur Wende als Restaurantleiter im Interhotel "Stadt Berlin" gearbeitet.
Nun versuchen sie es mit einem Erfolgsrezept für das "Kosmos", das nicht hip klingt, sondern fast ein bisschen verstaubt: Es ist ein Mix aus Tagungszentrum, schnöder Diskomugge und Familienunterhaltung wie mit dem 80er-Jahre-Musical "What a feeling!". In zwei erhalten gebliebenen kleinen Säle sollen aber auch junge Filmemacher Werke präsentieren können, die sonst keinen Verleih finden. Sogar spezielle kleine Festivals für Märchen- oder Indianerfilme der Defa sind angedacht.
Große, fast filmreife Worte gibt's aber schon heute: Ponesky und Kahle möchten das "Kosmos" zum angesagtesten Kulturzentrum Berlins machen.