Aenne Burda gilt als weibliche Symbolfigur des Wirtschaftswunders der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit ihrem Mann Franz Burda begründete sie den weltweiten Erfolg des Burda-Medienkonzerns.
Mit den noch heute bekannten Schnittmusterbögen etablierte sie die „Mode zum Selbermachen“ . Ihren 1949 gegründeten Verlag Aenne Burda entwickelte die Unternehmerin zum weltgrößten Modeverlag.
Aenne Burda wurde als Anna Magdalene Lemminger am 28. Juli 1909 als Tochter eines Lokführers in Offenburg geboren. 1931 heiratete sie den Drucker und Verleger Franz Burda, der 1986 starb. Aus der Ehe gingen die drei Söhne Franz, Frieder und Hubert hervor. 1950 erschien die erste Ausgabe von „Burda Moden“ mit 100 000 Exemplaren. Zwei Jahre später wurden die ersten Schnittmuster veröffentlicht, die den Leserinnen das Nachschneidern der Modelle ermöglichten.
Mitte der 60er-Jahre erreichte die Auflage bereits die Millionenmarke. Als einer der ersten deutschen Verlage expandierte Burda ins Ausland, bereits 1987 erschien „Burda Moden“ in russischer Sprache. Heute gibt es sie in 16 Sprachen und 89 Ländern der Welt.
45 Jahre lang stand Aenne Burda an der Spitze ihres Verlages, bis dieser 1994 in das Unternehmen ihres Sohnes Hubert Burda integriert wurde.
Bis zuletzt fungierte die Mutter als Herausgeberin von „Burda Moden“ . Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern. (AFP/fxk)