Kaum ein anderer Tag spaltet die Gemüter so sehr wie der Valentinstag. Während die einen den Liebesschwur zelebrieren, rufen andere: „Alles Kommerz!“

Doch dann dürfte es auch noch die Sorte Menschen geben, die dem Tag der Liebe in stiller Erwartungshaltung entgegenfiebern ohne es zuzugeben - und dann mit der ernüchternden Realität konfrontiert werden. Wer sich darunter nicht allzu viel vorstellen kann: Wir haben Erwartung und Realität in vier Skizzen gegenübergestellt.

Das Valentinstags-Geschenk: Wenn man sich Pralinen und Blumen wünscht, einem dann aber ein Herz-Haufen vom Hund vor den Füßen liegt.
© Foto: Hannes Jetschick

Das Valentinstags-Outfit: Im Geiste sieht man sich im eleganten Dress - die unrasierte Wahrheit zeugt aber von miefigem Jogginganzug und fettigem Haar.
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Valentinstags-Dinner: Kerzenschein und schmachtende Blicke - wer träumt nicht davon? In Wahrheit hockt man aber träumend (und sabbernd) vor der kalten angekauten Pizza.
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Valentinstags-Kuss: Das Herzchen schlägt, die Tauben fliegen, Lippe auf Lippe - hach, wie romantisch. In Wirklichkeit klebt die kalte Zunge an der Wange und - nun ja - bringt einen wenigstens zum Lachen. Liebe kann so schön sein!
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Umfrage: Valentinstag lässt die Lausitzer kalt

Die RUNDSCHAU hat im Vorfeld eine kleine anonyme Online-Leserumfrage gestartet. Dem (nicht repräsentativen) Ergebnis nach könnte der Valentinstag abgeschafft werden. Oder doch nicht?

Für 95 Prozent der Befragten Lausitzer ist der Valentinstag kein besonderer Tag. Dementsprechend unspektakulär sind die Pläne. Hier die Antwort eines Umfrage-Teilnehmers: „Ich verbringe den Abend mit meinem Partner. Aber auch nur, weil es ein Freitag ist und wir uns sowieso sehen. Aber wir machen nichts Besonderes.“ Nicht alle Menschen sind in einer Beziehung. So schreibt ein Single: „Ich gehe allein ins Kino, schaue mir einen schlechten Actionfilm an und esse einen Eimer Popcorn. Und das jedes Jahr, seitdem ich 17 bin.“ Ansonsten werden die meisten den Abend wohl auf der Couch verbringen - oder im Restaurant. 81 Prozent der Befragten geben an, dass sie zum Valentinstag nichts verschenken. Der Rest gibt im Durchschnitt maximal bis zu 50 Euro für eine Aufmerksamkeit aus.

Und was wird verschenkt? „Liebe“, „eine Kerze“, „eine gemeinsame Unternehmung“ beispielsweise. Ansonsten scheint folgender Kommentar eines Umfrageteilnehmers die Tendenz der Lausitzer recht gut widerzuspiegeln: „Für mich ist Valentinstag ein einziger Kommerztag. Ich brauche keinen Tag um meinem Partner zu zeigen, wie sehr ich ihn liebe. Das kann man jeden Tag machen.“

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Guben