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| 02:32 Uhr

„Utopia“ in Sachsens Hauptstadt

Dresden.. Die Dresdner Musikfestspiele werden 30 Jahre alt. Der scheidende Intendant Hartmut Haenchen hat die Aufführungen unter das Motto „Utopia“ gestellt. Vom 9. bis 25. Mai sind rund 60 Veranstaltungen geplant.

Zu den Gästen gehören die Geigerin Anne-Sophie Mutter, die Camerata Salzburg, das Kronos Quartet aus den USA und das Franz Liszt Kammerorchester aus Ungarn. Beim Programm „Tag und Nacht der Utopien“ werden am 10. Mai im Deutschen Hygiene-Museum unter anderem Eric Saties „Vexations“ gespielt. Dann erklingen 14 Stunden nonstop 18 Akkorde, die sich immer wiederholen.
Dennoch ist beim Festival Abwechslung garantiert – von Barockmusik bis zum Jazz. Als Partnerstadt amtiert Budapest. Mit Spannung wird die Uraufführung der Oper „La grande magia“ von Manfred Trojahn am 10. Mai erwartet. Christian Martin Fuchs schrieb das Libretto nach Eduardo de Filippos gleichnamigem Theaterstück aus dem Jahr 1948. Den Auftrag für das Werk hatte die Semperoper erteilt. Den mit 25 000 Euro dotierten Festspielpreis „Saeculum“ erhält in diesem Jahr die Sängerin Christa Ludwig. Die 1978 gegründeten Dresdner Musikfestspiele werben noch heute mit dem Slogan vom größten Klassikfestival Deutschlands. Die Zahlen von einst mit mehr als 100 000 Besuchern kamen aber auch wegen vieler kostenloser Open-air-Veranstaltungen zustande. Dennoch ließ das Fest auch nach der Wende schon vom ersten Takt an im Westen aufhorchen.
Der Dirigent Hartmut Haenchen hatte die Festspiele 2003 übernommen und gibt sie nächstes Jahr an den Cellisten Jan Vogler ab. (dpa/pb)