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| 01:04 Uhr

US-Publikumspreis für Moore und Zellweger

New York.. Der äußerst regierungskritische Dokumentarfilm „Fahrenheit 9/11“ ist vom amerikanischen Publikum zum beliebtesten aller Kinofilme des Jahres 2004 gewählt worden.

Als das populärste Filmdrama wurde in repräsentativen Umfragen Mel Gibsons Jesus-Film "Die Passion Christi" ermittelt.
Den Publikumspreis als beliebteste Hauptdarstellerin des vergangenen Jahres erhielt Renée Zellweger. Bei den Männern schaffte es Brad Pritt auf Platz eins. Julia Roberts und Johnny Depp wurden zu den beliebtesten Schauspielern im Allgemeinen bestimmt, Angelina Jolie und Will Smith zu den populärsten Action-Helden. Der beliebteste Talkmaster im nächtlichen US-Fernsehen bleibt David Letterman.
"Fahrenheit 9/11" setzte sich in der Nacht zu gestern bei der Vergabe der als Volksentscheid-Preise bekannten People's Choice Awards unter anderem gegen den Animationsstreifen "Shrek 2" durch, der aber zur beliebtesten Kinokomödie gekürt wurde.
Filmemacher Michael Moore, der vom Publikum in der Show des Senders CBS mit großem Jubel begrüßt wurde, widmete den Preis allen Amerikanern, die "heute Söhne und Töchter im Irak haben". Er betrachte die Auszeichnung durch das Publikum als Aufforderung, mehr Filme wie "Fahrenheit 9/11" zu machen.
Der ebenfalls gerührte Gibson erklärte, er habe seinen Film außerhalb des etablierten Studiosystems realisieren müssen. Der Erfolg sei allein dem Publikum zu danken.
Zwar hat das renommierte US-Filminstitut AFI "Fahrenheit" und "Passion" in seine Liste der zehn wichtigsten Ereignisse im US-Kino 2004 aufgenommen. Doch eine Nominierung dieser beiden heißen Eisen für die Oscars gilt weithin als ausgeschlossen. Allerdings werde es für die Filmakademie nicht einfach sein, die am meisten diskutierten Kinoereignisse, die obendrein zu jenen mit dem größten Publikumszulauf gehörten, zu übergehen, prophezeit John Anderson, Filmkritiker der "Washington Post" und der "Los Angeles Times". Dennoch werde die Academy Moore und Gibson bei der Oscar-Nominierung am 25. Januar wohl geflissentlich ignorieren. (dpa/pb)