Die Geschichte beginnt bereits im frühen Christentum. Allerheiligen, die Nacht vor dem 1. November, wird im Englischen Eve of All Hallows genannt. Aus sprachlicher Faulheit wurde daraus zuerst All Hallows' Eve und dann schließlich Hallowe'en. Diese Nacht ist heute umgangssprachlich unter Halloween bekannt. In der Halloween-Nacht soll den Verstorbenen gedacht werden.

Ähnlich ging es im nordeuropäischen Kulturkreis zu. Die Kelten feierten seit der Antike das Samhain-Fest, eine Art Erntedankfest. Doch nach dem Einmarsch der Römer, hat sich das Samhain-Fest mit dem römischen Totenfest vermischt. Von dort an glaubten die Leute, dass es möglich sei, in dieser Nacht Kontakt zum Totenreich aufzunehmen. Da die Leute aufgrund der Geister Angst hatten das Haus zu verlassen, verkleideten sie sich besonders gruselig, um unter den Geistern nicht aufzufallen.

In der Neuzeit wurden diese nordeuropäischen Traditionen durch die irische Auswanderungswelle ab 1840 von Europa in die USA gebracht. Der Brauch des Schnitzens von Gemüselampen wurde jedoch geändert. Anstelle von heimischen Rüben wurden dann Kürbisse benutzt, da man in diese bessere Fratzen schnitzen kann. Heute erfreuen sich Kinder und Erwachsene an den verschiedensten Kürbisgesichtern . Doch auch "Trick or Treat”, zu Deutsch "Süßes sonst gibt`s Saures”, hat eine alte Herkunft. Sogenannte Heischgänge existieren seit dem 9. Jahrhundert. Besitzlose zogen von Tür zu Tür und baten um Seelenkuchen, welche sie stellvertretend für verstorbene Seelen annahmen. Sie versprachen dem Spender für deren verstorbenen Verwandten zu beten, damit sie schneller den Weg in den Himmel finden. Der "Trick” kam dann später aus Teilen Irlands und Englands: gibt es keine süßen Gaben, werden Streiche gespielt, die aussehen, als hätten sie Kobolde und Elfen begangen. Heute ziehen Kinder aus aller Welt an Halloween um die Häuser und beten um Süßigkeiten. Zu diesem Anlass darf ein gruseliges Kostüm nicht fehlen. Man findet viele Anregungen auf Maskworld , ebenso Anleitungen für Make-Up, Kostüme oder Dekoration für eine eigene Halloween-Party.

Doch was kann man außer dem Trick or Treat Spaß an Halloween noch erleben? Einige spuken gern selber herum, andere hingegen suchen den Nervenkitzel und wollen selber erschreckt werden. In ganz Deutschland kann Groß und Klein etwas besonderes in der Gruselnacht erleben. Sollten Eltern mit ihren kleinen Geistern den schaurig schönen Spaß mit der ganzen Familie suchen, ist ein Freizeitpark die richtige Idee. Angebote zu kinderfreundlichen Halloween-Erlebnissen kann man auf Travelbird finden. Deutschlandweit werden gruselige Abenteuer vorgeschlagen, bei denen Monster und Zombies Angst und Schrecken verbreiten.

Erwachsene können sich bereits ganz in der Nähe auf ausweglose Labyrinthe, modrige Horror-Häuser und finstere Straßen, ganz im Stil der großen Horrorfilme, gefasst machen. Der Filmpark Babelsberg in Potsdam steht dieses Jahr ganz unter dem Motto "Zittern, Wimmern, Rennen… hilft nicht!” und richtet sich mit seiner Horrornacht gezielt an Personen über 16 Jahre. Kinder und Schwangere haben dort nichts zu suchen, zu groß seien die Schockeffekte.

Für die etwas ausgefalleneren Gruselfans gibt es noch weitere Tipps ganz in der Nähe. Berlin und Brandenburg sind berühmt für ihre verlassenen, heimgesuchten Orte. Die Seite Buzzfeed zeigt in eindrucksvollen Bildern die gespenstischen Seiten Deutschlands. In den Beelitz Heilstätten, die einst als Vorzeigekrankenhaus Deutschlands galten und vor allem Tuberkulose-Fälle und Kriegsverletzungen behandelt haben, soll es spuken. In den zerfallenen Krankenzimmern, Operationssälen und den langen Fluren herrscht eine beklemmende Stimmung. Unheimliche Begegnungen soll es vor allem in dem rund 11 Kilometer langen Tunnelsystem geben.

Egal wie Sie die Nacht der Geister und des Grusels diese Jahr verbringen: Stellen Sie sich Ihrer Angst oder schreien Sie, wenn Sie können!