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| 01:28 Uhr

„Unter Verschluss“ erinnert an verbotene DDR-Autoren

Dresden. . Unter dem Titel „Unter Verschluss“ erinnert ein literarisches Programm an Autoren, die in der DDR verboten waren. dpa/pb

Die szenische Lesung mit Schauspielstudenten aus Berlin hat am heutigen Freitag in Dresden Premiere. Unter Leitung von Ines Geipel, Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Hochschule "Ernst Busch", wurde eine Collage aus Texten von elf in der DDR unveröffentlichten Autorinnen und Autoren, Zitaten aus deren Stasi-Akten und aus Dienstanweisungen des Ministeriums für Staatssicherheit zusammengefügt. Im Anschluss ist eine Diskussion zwischen Akteuren und Zuschauern geplant. Die szenische Lesung macht mit den Dichtern Hannelore Becker, Edeltraut Eckert, Heidemarie Härtl, Thomas Körner, Ralf-Günter Krolkiewicz, Eveline Kuffel, Radjo Monk, Inge Müller, Jutta Petzold, Gabriele Stötzer und Günter Ullmann bekannt. Nach Dresden ist das Programm unter anderem auch am 27. Mai in der Lausitzhalle Hoyerswerda zu sehen. "Unter Verschluss" ist ein gemeinsames Projekt der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der edition Büchergilde und Studenten der Berliner Schauspielschule. Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, würdigte die Autoren im Flyer für das Programm: "Sie haben sich dem offiziellen Literaturkanon der DDR widersetzt und gerieten ins Visier der Staatssicherheit. Für ihren Kampf um künstlerische Freiheit bezahlten sie einen hohen Preis, denn in Gedichten wurde schnell ‚staatsfeindliche Hetze', in dramatischen Texten ,politische Feindseligkeit' gesehen." dpa/pb