Das Spielfilm-Debüt der jungen Regisseurin Milagros Mumenthaler um drei Schwestern, die nach dem Tod ihrer Großmutter ganz auf sich gestellt sind, sei der „gelungenste und umfassendste Film“ des Wettbewerbs, erklärte der Jury-Vorsitzende, der portugiesische Produzent Paulo Branco.

Für ihre Rolle als eine der Schwestern erhielt Maria Canale den Silbernen Leoparden als beste Darstellerin. Als bester Darsteller wurde Bogdan Dumitrache für seine Hauptrolle in der rumänisch-ungarischen Koproduktion „Din dragoste cu cele mai bune intentii“ (Best Intentions) gewürdigt. Regisseur Adrian Sitaru bekam den Silbernen Leoparden für die beste Regie.

Der israelische Beitrag „Hashoter“ (Policeman) von Nadav Lapid, der als einer der Favoriten für den Goldenen Leoparden galt, wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Der „Goldene Leopard als Spezialpreis der Jury“ ging an den Japaner Shinji Aoyama für seinen Film „Tokyo Koen“ sowie für sein „bemerkenswertes Filmschaffen“. Die französisch-deutsche Prokution „Un amour de Jeunesse“ (Eine Jugendliebe) der Regisseurin Mia Hansen-Løve bekam eine „besondere Erwähnung“. Die Poesie der eigenwilligen Liebesgeschichte beeindruckte die Juroren, zu denen auch die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller („Requiem“) gehörte. Jury-Vorsitzender war der portugiesische Produzent Paulo Branco.

Zum 64. Filmfestival von Locarno hatten sich zahlreiche Stars eingefunden, darunter Harrison Ford, Claudia Cardinale, Daniel Craig, Gérard Depardieu und Isabelle Huppert. Der Jury gehörten auch die deutsche Schauspielerin Sandra Müller und der französische Regisseur Louis Garrel an.