Zum Abschluss des Festivals deutschsprachiger Bühnen werden zwei Auszeichnungen vergeben: der mit 5000 Euro dotierte Alfred-Kerr-Preis für einen Nachwuchsschauspieler und der mit 10 000 Euro dotierte 3sat-Preis für eine "zukunftsweisende Leistung des deutschsprachigen Schauspiels".
Als letztes Stück ist heute Paul Claudels "Mittagswende" in der Regie von Jossi Wieler von den Münchner Kammerspielen zu sehen.
Zweieinhalb Wochen wurden bei der "Bühnen-Olympiade" die von einer Jury aus Theaterkritikern ausgewählten, "bemerkenswertesten" Regiearbeiten der Saison vorgestellt. Zehn Stücke waren eingeladen, darunter Inszenierungen von Stefan Pucher, Michael Thalheimer, Christoph Schlingensief und Andreas Kriegenburg. Schauspielstars wie Corinna Harfouch, Ulrich Matthes, Fritzi Haberlandt, Alexander Scheer, Julia Jentsch und Robert Hunger-Bühler begeisterten die insgesamt rund 18 000 Zuschauer.
Eingeladen war auch Andrea Breths Inszenierung von Schillers "Don Carlos, Infant von Spanien" vom Burgtheater Wien. Ausgerechnet der als Beitrag zum Schillerjahr gedachte Abend war aber nur in einer Fernsehaufzeichnung und nicht live auf der Bühne zu sehen. Als Grund für die Absage hatte Breth angegeben, keine der Berliner Bühnen biete die technischen Voraussetzungen für ihre aufwändige Inszenierung. (dpa/mar)