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Sumpf und Einsamkeit

Entwicklungsfähige Beziehung: LKA-Profilerin König (Anneke Kim Sarnau) und Hauptkommissar Bukow (Charly Hübner).
Entwicklungsfähige Beziehung: LKA-Profilerin König (Anneke Kim Sarnau) und Hauptkommissar Bukow (Charly Hübner). FOTO: dpa
Nach den Dortmunder "Tatort"-Ermittlern in der vergangenen Woche watete gestern das "Polizeiruf"-Team aus Rostock tief im Sumpf der Mafia. Es geht um Koks, Kindheitstrauma, Krebs, Korruption und Kaltblütigkeit. Ida Kretzschmar

Das alles wird in eine ziemlich verworrene Geschichte gepackt, die den Zuschauer immer wieder auf Irrwege führt. Zumal eine Vielzahl von Personen und Ereignisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, ins Blickfeld der Ermittler geraten. Wo ist die Verbindung? Heißt es ratlos im Kommissariat. Möchte man auch gern wissen. Die Lösung lässt lange auf sich warten, birgt am Ende dann noch Überraschendes, wenn auch nicht wirklich Aufbauendes. Denn der neue Zoll-Chef, der die korrupte Vorgängerin ablöst, steckt schon wieder mit den Füßen im Mafia-Sumpf. Der einzige Trost ist Charly Hübners geniales Spiel. Wie ein einsamer Wolf streift sein Ermittler Alexander Bukow umher auf der Suche nach ein bisschen Wärme. Irgendwann fragt er sogar seine spröde Team-Kollegin Katrin König (Anneke Kim Sarnau): Kommen wir eigentlich mal zusammen? Spannende Frage. Spannender als dieser ganze verworrene Fall.