Nach einem beispiellosen gerichtlichen Hickhack kann der angeschlagene Suhrkamp Verlag sein Sanierungskonzept umsetzen. Das Landgericht Berlin gab dem Traditionshaus endgültig grünes Licht für die geplante Umwandlung von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft. Das geht aus einem Beschluss vom 20. Oktober hervor.

Der Mitgesellschafter Hans Barlach, der 39 Prozent am Verlag hält, verliert damit weitreichende Mitspracherechte. Der Hamburger Medienunternehmer, Enkel des Bildhauers Ernst Barlach, ist seit Jahren mit der Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zutiefst zerstritten. Die Witwe des einstigen Firmenpatriarchen Siegfried Unseld hält 61 Prozent der Anteile.

Der Verlag geht nach Angaben einer Sprecherin davon aus, dass die wesentlichen Maßnahmen des Sanierungsplans im ersten Quartal 2015 umgesetzt werden können. Man treffe entsprechende Vorbereitungen, hieß es.

Für Barlachs Schweizer Medienholding sagte Verwaltungsratspräsident Carl Ulrich Mayer auf Anfrage, man werde die Entscheidung prüfen.