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Spaziergänge durch die Tonarten

Der tschechische Meisterorganist Prof. Jaroslav Tùma ist Stammgast in der Niederlausitz.
Der tschechische Meisterorganist Prof. Jaroslav Tùma ist Stammgast in der Niederlausitz. FOTO: pr
Großräschen. Die Großräschener Orgelkonzerte starten in diesem Jahr in die 24. Saison. Bei sechs Konzerten von Mai bis Oktober werden an der Jehmlich-Orgel der katholischen St. Antoniuskirche überwiegend junge Künstler Platz nehmen. Peter Blochwitz

Es wurden Gastorganisten aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien und aus Sachsen sowie Baden-Württemberg eingeladen.

Das Auftaktkonzert am 1. Mai bietet eine besondere Instrumentenkombination. teilen die Großräschener Orgelkonzerte weiter mit. So wird der Dresdner Thomas Friedländer mit dem fast unbekannten Blasinstrument Zink vom polnischen Organisten Krzysztof Urbaniak aus odz begleitet. Beide offerieren ein Programm Alter Musik. Am 5. Juni wird dann erstmals die junge Organistin Anna-Victoria Baltrusch aus Freiburg im Breisgau die Jehmlich-Orgel bespielen. Sie bietet einen "Spaziergang durch die Tonarten" mit Bach, Mozart und Mendelssohn Bartholdy.

Die nunmehr 13. Großräschener Orgelfahrt führt am 30. August mit zwei Reisebussen zu Orgeln im Gebiet der 1. Brandenburgischen Landesausstellung (Doberlug-Kirchhain). Als besonderes Highlight wird die Mitteldeutsche Orgelbauwerkstatt in Bad Liebenwerda besucht. Der international agierende tschechische Meisterorganist Prof. Jaroslav Tùma wird die Fahrtteilnehmer musikalisch der betreuen.

Vom 4. bis zum 6. September finden dann die 18. Osteuropäischen Orgelmusiktage in Großräschen statt. Eröffnen wird dieses in Deutschland einmalige Orgelfestival der Domorganist Martin Bako aus Bratislava, Slowakei. Er präsentiert slowakische Orgelmusik und spielt Werke von Bach. Am zweiten Tag wird Victor Radulescu aus dem siebenbürgischen Hermannstadt (Rumänien) zu Gast sein. Auch er spielt Bach, aber präsentiert auch die hierzulande weitgehend unbekannte siebenbürgische Orgelmusik. Am letzten Tag des Festivals sind drei junge polnische Musiker zu Gast. Sie präsentieren "Musique francaise" für Orgel, Viola da Gamba und Violine - ausschließlich französische Kompositionen.

Im Oktober wird das Programm mit einem weiteren Orgelkonzert abgeschlossen. Der Eintritt zu allen jeweils um 19.30 Uhr beginnenden Konzerten ist frei, jedoch wird freundlichst um Spenden zur Finanzierung des internationalen Orgelzyklus gebeten.

Auch das Orgelfestival "Mixtur im Bass - Konzerte an historischen Orgeln der Niederlausitz" findet in diesem Jahr wieder unter Regie des Großräschener Orgelkonzerte e. V. statt. 15 Konzerte an 15 verschiedenen Orten zwischen Doberlug-Kirchhain und Neuzelle im Juli und August werden von Künstlern aus Estland, Belgien, Polen, Tschechien und Süddeutschland gestaltet. Die 15 exklusiven Konzertprogramme beinhalten unter vielem anderen die berühmten Cello-Suiten von Bach, die Biblischen Lieder von Antonin Dvorak und die Uraufführung eines großen polnischen Stückes für Orgel und Oboe verteilt auf drei Konzerte. Sonderkonzerte "Mixtur im Bass exklusiv" wird es in der Peter-Paul-Kirche in Senftenberg und anlässlich 100 Jahre Kirche und Orgel Brieske in der dortigen Martin-Luther-Kirche geben.

Ebenfalls unter Regie des Großräschener Orgelkonzerte e. V. sind zehn Orgeln der westlichen Niederlausitz Studienorte der 3. Niederlausitzer Orgelakademie. 20 Studenten aus sechs Ländern werden Ende September eine Woche lang von Orgelprofessoren aus Polen, Tschechien, den USA und Deutschland betreut. Am 26. September findet das Abschlusskonzert der Orgelakademie als Orgelnacht von 19 bis 24 Uhr in der Klosterkirche Doberlug.

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