Und genau so heißt der Erstlingsroman der Britin Hannah Rothschild (Jahrgang 1962). Die Autorin und Filmregisseurin - Spross der berühmten Bankiersfamilie - hat einen interessanten Plot ersonnen, in dem eben jenes (fiktive) Gemälde des (authentischen) französischen Rokokomalers Jean-Antoine Watteau eine Odyssee sondergleichen erlebt. Die mittellose Londoner Köchin Annie McDee ersteht das Bild in einem Trödelladen - ohne zu wissen, dass es berühmt ist und schon lange weltweit gesucht wird. Annie wird überrumpelt von den folgenden Ereignissen, denn natürlich ist mit dem Verschwinden des Kunstwerkes eine unglaubliche Kriminalgeschichte verbunden, die weit in die deutsche Vergangenheit führt. Ein netter Gag der Autorin: Zwischen den einzelnen Handlungssträngen kommentiert das Bild selbst das Geschehen und gewährt Einblicke in die Kunst- und Gesellschaftshistorie. Eine lesenswerte Mischung aus Herz, Schmerz, Kunst und Krimi.

Hannah Rothschild: Die Launenhaftigkeit der Liebe. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München, 512 Seiten, 21,99 Euro.