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Sorge um verunglücktes Literatur-Ehepaar Routschek

Cottbus. Auch sechs Wochen nach einem schweren Verkehrsunfall des bekannten Cottbuser Schriftstellers Dr. Helmut Routschek und seiner Ehefrau Susanne ist ihre Familie in großer Sorge um den Gesundheitszustand der Eltern. Peter Jähnel/pjl1

Die beiden könnten aufgrund ihrer Verletzungen weiterhin nicht kommunizieren, sagte ein Mitglied der Familie auf Anfrage nach einem Besuch bei den beiden Patienten im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum. Die Ärzte unternähmen alles, um den Zustand des 80-Jährigen und seiner gleichaltrigen Ehefrau zu verbessern. "Wir hoffen sehr, dass unsere Eltern wieder gesund werden."

Der tragische Unfall geschah am 11. Januar, einem sehr stürmischen Tag, bei Großräschen (Oberspreewald-Lausitz). Beide Senioren waren auf der Rückfahrt von einem Kuraufenthalt im böhmischen Marienbad, als ihr Wagen in der Abfahrt der Autobahn A 13 von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Helmut Routschek, der nach dem Unfall noch ansprechbar war, benannte als Unfallursache eine starke Windböe, die den Pkw erfasst hatte.

Der in Böhmen geborene Helmut Routschek, der seinen Lesern unter dem Pseudonym Alexander Kröger bekannt ist, gehörte in der DDR zu den bekanntesten Schriftstellern wissenschaftlich-utopischer Literatur. Die Auflage seiner damaligen zwölf Titel erreichte mehr als 1,6 Millionen Exemplare. Mit seiner Frau Susanne gründete er nach der Wende den Kröger-Vertrieb, der zahlreiche Werke im Eigenverlag herausbrachte.

In den vergangenen Monaten war der Autor mit seinem neuen Buch "Cottbus - der Star im Sternchen" bei Lesungen in der Lausitz unterwegs.