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Sophienschatz ist zurück in Dresden

Dresden. Die vor 40 Jahren mit dem "Sophienschatz" aus dem Stadtmuseum Dresden gestohlene kostbare Bogenschützenkette ist fast wieder komplett. Das Goldmedaillon mit Emaille, das 13. dpa/bob

und vorletzte Teil, wurde für 10 000 Euro zurückgekauft und soll ab nächster Woche in der Vitrine liegen, wie der Direktor der städtischen Museen, Gisbert Porstmann, am Freitag sagte.

Im Inneren des 7,5 Zentimeter langen aufklappbaren ovalen Anhängers (Foto: dpa) befindet sich eine Silberplatte mit dem in Öl gemalten Jugendporträt von Kurfürst Georg. Er hatte die "Große Königskette der Bogenschützen" als Sieger im Vogelschießen 1665 erhalten.

Die Goldschmiedearbeit aus Emaille war von einer Frau aus Köln im Herbst 2016 zu einer Auktion in München eingeliefert und dem Grünen Gewölbe Dresden angeboten worden. Die Kollegen informierten das Stadtmuseum, das das Stück beschlagnahmen ließ.

Die Kette war 1977 aus der "Sophienschatz"-Vitrine gestohlen worden, samt 57 Schmuckstücken, die aus den Grabkammern der 1963 zerstörten Sophienkirche stammten. Der größte Kunstraub der DDR ist nie aufgeklärt worden. Der erste Anhänger der Kette war 1981 im Kunsthandel aufgetaucht, wie später zwölf weitere Teile der Kette, erklärte Porstmann. "Nun fehlen noch die goldene Schützenkette und 14 Schmuckstücke aus den Gräbern der Sophienkirche."