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So schreibt Ihr den Tatort kaputt!

ARCHIV - Die Schauspieler Udo Wachtveitl (l) und Miroslav Nemec posieren am 09.09.2013 am Rande der Dreharbeiten für den „Tatort“ in München (Bayern). Foto: Andreas Gebert/dpa
ARCHIV - Die Schauspieler Udo Wachtveitl (l) und Miroslav Nemec posieren am 09.09.2013 am Rande der Dreharbeiten für den „Tatort“ in München (Bayern). Foto: Andreas Gebert/dpa FOTO: Andreas Gebert (dpa)
Krimi-Kolumne. Diese Krimi-Kolumne ist ein Appell an die Macher hinter unser aller Lieblingskrimi am Sonntag. Liebe Tatort-Autoren, -Regisseure, Programmverantwortlichen, was ist nur los mit Euch? Wollt Ihr den Tatort zu Grunde richten? Muss denn jetzt jeder Ermittler einen an der Klatsche haben? Muss bei jedem, selbst den sonst so professionellen Müncher Ermittler Batic und Leitmayr das Privatleben wichtiger sein als die Arbeit? Bodo Baumert

Ein oder zwei Tatort-Teams, in denen es auch mal um das Leben statt nur um die Arbeit geht, sind ja schön und gut. Ein Felix Murot muss auch mal sein. Aber es wäre schön, hin und wieder auch nochmal einen Krimi zu erleben, in dem einfach ermittelt wird. Mittlerweile hat man aber das Gefühl, es gebe mehr Psychopaten bei der Polizei als unter den Tätern.

Jeder Drehbuchautor scheint derzeit beweisen zu wollen, dass er der neue Breaking-Bad-Schreiber ist. Jeder Regisseur scheint sich am Sonntagabend für eine Hollywood-Karriere empfohlen zu wollen. Von Selbstdarstellern wie Till Schweiger, der den Tatort nur als Werbeplattform für seinen anschließenden Kinofilm genutzt hat, ganz zu schweigen. Wir Zuschauer wollen aber einfach nur Ermittler sehen, denen es gelingt einen Fall aufzuklären, ohne Medikamentenmissbrauch von Ivo Batic oder Amokläufer-Collagen an Franz Leitmayrs Zimmerwand.