Längst ist der Berliner Trend der 20er-Jahre-Partys auch in der Lausitz angekommen, ob offiziell oder privat, Partys im Dress des „goldenen Jahrzehnts“ sind Standard. In Cottbus war die Zeit, die heute mit verklärtem Blick als Zeit des Glamours beschrieben wird, von Gegensätzen geprägt. Die Stadt gab Notgeld aus, Kinder wurden öffentlich gespeist, weil viele von ihnen unterernährt waren. Gleichzeitig öffneten Gaststätten, Weinstuben, eine Zigarrenfabrik und eine Pelzhandlung für die Gutsituierten.

In Berlin etablierten sich derweil neue Tänze wie der Charleston. In der Kunst entstand mit der Neuen Sachlichkeit eine neue Stilrichtung. Beispiele dafür sind derzeit noch im Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst in Cottbus zu sehen (bis zum 12. Januar).

Mit „Nosferatu“ von Friedrich Wilhelm Murnau, „Das Kabinett des Doktor Caligari“ von Robert Wiene und „Metropolis“ von Fritz Lang entstanden in den 20er-Jahren Meisterwerke der Stummfilmkunst. 1927 wurde der erste Tonfilm gezeigt und prägte die Entwicklung der Kinos.

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Heute Nacht starten die 20er-Jahre erneut – in der Lausitz natürlich mit vielen 20er-Jahre-Mottopartys. dsf