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Shopping-Studie: Voller Kleiderschrank – weniger Stress?

Bildrechte: Flickr Retail Store Clothing Bell Ella Boutique CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Bildrechte: Flickr Retail Store Clothing Bell Ella Boutique CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten FOTO: Flickr
Ein schönes Frühlingskleid, ein passendes Jäckchen dazu und natürlich dürfen auch die farblich darauf abgestimmten Schuhe und Tasche nicht fehlen – im Frühling kann eine ausgiebige Shoppingtour überaus verlockend sein. Dass Frauen im Vergleich zu Männern gerne shoppen gehen, haben Studien inzwischen belegt. Nun belegt eine neue Studie, dass sie das nicht nur aus einer Laune heraus tun, sondern auch, um gezielt Stress abzubauen.

Da wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. "Schatz, ich bräuchte wieder mal was Neues, magst du nicht mitkommen zum Shoppen?" - dieser Satz lässt die meisten Männer regelrecht erschaudern. Es ist kein Geheimnis, dass Männer der Jagd nach dem schönsten Kleidungsstück nur wenig abgewinnen können. Bei Frauen sieht die Situation anders aus: Eine schöne Shoppingtour mit der besten Freundin oder ein ausgiebiges Stöbern nach Designer-Stücken im Internet bedeutet für Frauen Entspannung.

Shoppen - Stimmungsmacher und Stresskiller?

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die nicht in dieses Schema passen. Aber Studien sprechen dafür, dass die Liebe zum Shoppen tatsächlich stark vom Geschlecht abhängt. Einer aktuellen Studie im Auftrag von Greenpeace zufolge ( hier als PDF-Version zu finden) sind rund 64 Prozent der Männer der Meinung, dass Shopping "reine Zeitverschwendung" ist. Knapp 40 Prozent der Frauen dagegen gehen gern regelmäßig shoppen, und das, obwohl sie eigentlich nichts Bestimmtes brauchen. Für viele von ihnen ist Shoppen eine Art Hobby, für andere wiederum ein effektives Mittel gegen kleine Sorgen. Denn laut der Greenpeace-Studie dient das Shoppen für rund die Hälfte der Konsumentinnen als eine Art Aufmunterung. Knapp 54 Prozent der befragten Frauen gehen shoppen, weil neue Kleidung ihr Selbstwertgefühl steigert. Und jede Dritte nutzt den Einkaufsbummel ganz gezielt, um Stress abzubauen. Was vielen Frauen allerdings gut tut, schadet der Ordnung in ihren Kleiderschränken eher.

Platz für Neues schaffen

Denn mit jeder erfolgreichen Shoppingtour werden diese voller und voller. In der Greenpeace-Umfrage gaben rund 60 Prozent der Konsumentinnen an, dass sie mehr Kleidung haben, als sie im Alltag wirklich benötigen. Vor der nächsten Shoppingtour sollte also Ausmisten das Motto sein. Auch das kann sehr befreiend sein und im Kampf gegen Stress helfen. Außerdem spart es jeden Morgen Zeit, da man einen besseren Überblick über den Inhalt des Kleiderschranks hat. Am besten klappt das Ausmisten, wenn man alle Kleidungsstücke auf dem Bett bzw. Boden ausbreitet und nach und nach auf drei verschiedene Stapel verteilt. Auf den ersten Stapel kommen alle Lieblingsteile, also diejenigen Sachen, die man definitiv behalten möchte. Der zweite Stapel setzt sich aus Kleidungsstücken zusammen, auf die man eventuell verzichten könnte. Oft hilft anprobieren und kritisch beäugen, um die finale Entscheidung zu treffen. Sitzt das Stück immer noch gut? Mag man die Farbe überhaupt noch? Was den Test nicht besteht, wandert auf den dritten Stapel, dessen Inhalt entsorgt, verkauft oder gespendet wird. Als Faustregel gilt: Hat man ein Kleidungsstück mindestens ein Jahr lang nicht aus dem Kleiderschrank geholt, dann ist die Chance, dass man es tatsächlich noch einmal tragen wird, verschwindend gering. Zwar ist es nicht leicht, sich von alten Kleidungsstücken zu trennen, insbesondere wenn Erinnerungen daran hängen. Doch manchmal müssen Trennungen eben sein, um Platz für Neues zu schaffen - in dem Fall ja vielleicht ein schönes, neues Kleid für den Frühling.