Doch Eva, deren Mutter eine glühende Nationalsozialistin war und deren Vater Kontakt zum Widerstand hatte, versucht am Ende ihres Lebens eine letzte Erklärung. Sie hinterlässt der Tochter, die im Alter von 16 Jahren das Haus verließ und mit der RAF sympathisierte, einen Brief und eine Sammlung mit Aufzeichnungen ihres Lebens, ihrer Jugend im Dritten Reich. Vieles bleibt episodenartig und auch die Frage, was Eva am Nationalsozialismus faszinierte, ist letztlich nicht beantwortet. Zur Diskussion regt "Reden, bevor es zu spät ist" aber sicherlich an.

Eva Madelung: Reden, bevor es zu spät ist. Europa Verlag, 176 Seiten, 18,99 Euro