Habichts Schilderung, die auf rund 130 Seiten durch zahlreiche Schwarzweiß-Fotos von Uli Gerritzen ergänzt wurde, beschreibt in eindringlicher Sprache die seelischen Qualen und den "Absturz", den die heute 42-Jährige nach dem Missbrauch durch ihren Freizeit-Sportlehrer erlebt hat. Wie viele Missbrauchsopfer zeigt sie die Tat nicht bei der Polizei an. Stattdessen entwickelt sie einen schweren Schuldkomplex. Nach außen verschließt sie sich immer mehr, später auch gegenüber ihrem Partner. Ihre Ehe zerbricht. Erst 2007 - nach zwölf Jahren - spricht sie zum ersten Mal über die Vergewaltigung, wagt die erste Kur.

Sabine Habicht, Uli Gerritzen: Wo ist Licht, edition anderswo, Kleve, 131 Seiten, 12,80 Euro.