Saischowa war dort im September im öffentlich-rechtlichen Auftrag zwei Wochen unterwegs, wo ihm ungewöhnliche Aufnahmen gelangen.
Er filmte im Orchon-Tal, zeigt Gegenden, wo kaum ein Tourist hinkommt: weite Täler mit endlosem Grasland, den heiligen Orchon-Fluss, der wenig erforscht ist und voller Mythen, Viehhirten, die wie ihre Vorfahren seit Tausenden Jahren ihre Tiere weiden.
Saischowa besuchte auch Karakorum, die erste Hauptstadt des mongolischen Reiches. Im Orchon-Tal entstand auch im Jahr 1586 das erste buddhistische Kloster der Mongolei.
Im plötzlich hereinbrechenden Schneesturm, der aus der Steppe über das Kloster fegt, gelingen ihm atemberaubende Aufnahmen. Aber auch Politisches wird nicht ausgespart: Wie die Sowjetunion 1937 das Wort „Buddha“ verbot und 62 Tempel zerstörte. Das Wort Stalins sollte siegen, nicht das Wort Buddhas.
Saischowa: „Ich habe schon mehrere Filme für die 3sat-Reihe gedreht, die Mongolei war etwas Besonders. Es ist schon faszinierend: Wer dort lebt, hat nicht viel zum Leben und braucht es wohl auch nicht. Eine Einstellung, die uns abhanden gekommen ist.“ (tk)