Unter anderem werde bislang unveröffentlichtes Material zu sehen und zu hören sein, kündigte ihr Manager Rolf Henning gestern in Storkow an. Gedacht sei an Videos und an Tonaufnahmen, die die musikalische Entwicklung der ostdeutschen Rock-Formation dokumentieren. Die fünfköpfigen Puhdys hatten im Jahr 1969 ihren ersten Bühnenauftritt.
"Ich freue mich, dass wir demnächst in einem Museum auftauchen", sagte Puhdys-Frontmann Dieter "Maschine" Birr. Der Sänger besitzt nach eigenen Angaben ein umfangreiches Archiv, aus dem er auch Ausstellungsstücke bereitstellen will. Zu der Kleinstadt Storkow hat Birr eine besondere Verbindung. Mit seiner ersten Band habe er in den 1960er-Jahren häufig im örtlichen "Volkshaus" zum Tanz gespielt, berichtete er. Die Puhdys nehmen zurzeit ein Album mit dem Titel "Dezembernächte" auf. Eine neue Platte soll es dem Manager zufolge zum Bandjubiläum geben. Henning kündigte zudem ein Konzert zur Ausstellungseröffnung auf der Burg Storkow an.
Das 1978 ausgebrannte Gebäude wird seit 1999 saniert. Nach Angaben des Storkower Tourismusmanagers Werner Krumbein sollen die Arbeiten zur 800-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2009 abgeschlossen sein. Die Baukosten liegen nach Angaben des Brandenburger Agrarministeriums bei 5,4 Millionen Euro. (dpa/lh)